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Kapitel Cross-Border-Leasing beendet


Große Freude und Erleichterung bei der Bodensee-Wasserversorgung
 

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung (BWV) konnte ihre US-Cross-Border-Leasing-Transaktionen erfolgreich beenden. Michael Stäbler, kaufmännischer Geschäftsführer des Zweckverbandes BWV verkündete, dass der Verlust aus der Gesamttransaktion mit 4,7 Millionen Euro deutlich unter dem erwarteten zweistelligen Millionenverlust liegt.

 

ECHTERDINGEN - Die BWV konnte aus der Transaktion bis Ende 2008 einen Nettoertrag von 45,3 Millionen Euro erzielen. Die Kosten für die vorzeitige Beendigung der Transaktionsverträge lag bei 50 Millionen Euro. Die Rückführung des Fehlbetrages könne ab 2010 erfolgen und würde sich in Höhe von ein bis zwei Cent pro Kubikmeter auf den Wasserpreis auswirken. "Wir haben alles beendet, was mit den Amerikanern zu tun hatte", sagte Stäbler. Sämtliche Vertragsbeziehungen mit den US-Partnern wurden am 26. März 2009 beendet. Lediglich die Darlehensverträge zwischen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Bayerischen Landesbank bilden ein Relikt aus der "notleidenden Situation".

Die vorzeitige Auflösung dieses Darlehens sei für die Verbände zum jetzigen Zeitpunkt wirtschaftlich unvorteilhaft gewesen. "Aber alles, was mit den Wasserleitungen zu tun hatte, haben wir aufgelöst", versicherte Stäbler. Auch der technische Geschäftsführer des Verbandes, Hans Mehlhorn, zeigte sich glücklich über das glimpfliche Ende. "Den Verband hat es nicht umgehauen, in gewisser Weise sind wir sogar gestärkt aus der Situation hervorgegangen." So hätten sich alle 180 Verbandsmitglieder in der schweren Zeit stets solidarisch gezeigt. "Wir haben aus diesem Fehler gelernt", räumte Mehlhorn ein. Kritisch setzten sich die beiden Geschäftsführer mit den Entwicklungen zum Ordnungsrahmen der deutschen und europäischen Wasserwirtschaft auseinander.

Dabei kritisierten sie insbesondere die Vorgaben der Europäischen Kommission, die den Handlungsspielraum der Kommunalwirtimmer einengen. So ist es nicht mehr ohne weiteres möglich, dass Kommunen ihre eigenen Stadtwerke mit der Versorgung der Bürger beauftragen, wenn diese nicht nur durch die Kommune, sondern auch durch einen privaten Partner als Gesellschafter getragen werden. "Die EU versucht den Zweckverbänden Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Man will den Zweckverbänden an den Kragen", ärgerte sich Mehlhorn. Positiv sei hingegen die Novellierung der Trinkwasserversorgung zu bewerten. So zählen fortan "coliforme Bakterien" nicht mehr zu den harten mikrobiologischen Grenzwerten.

Zudem wurde der Grenzwert für Uran von zehn Millionstel Gramm pro Liter vom Verein begrüßt."Das Bodenseewasser kommt nicht einmal annähernd an irgendwelche Grenzwerte heran", erklärte Mehlhorn stolz. "Wir haben eine extrem gute Wasserqualität im Bodensee", so der technische Geschäftsführer der BWV. Das nächste Treffen der BWV findet am 1. Dezember in Leinfelden-Echterdingen statt.

Fatma Tetik

23.07.2009 - aktualisiert: 23.07.2009 17:23 Uhr

 






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