Die Diskussionen um den künftigen Standort für den Stuttgarter Busbahnhof nehmen kein Ende, Vaihingen will ihn nicht. Neueste Idee des Gemeinderats: Fernbusse sollen am Flughafen halten. Wohin soll er Ihrer Meinung nach hin?
"Ich suche ein Baströckchen, haben Sie so etwas“, fragt Sarah-Lisa Opper. „Aber klar, hier entlang“, lächelt Mario Schulze, Verkaufsleiter bei Karstadt. „Ich werde nämlich Banane, und dazu brauche ich noch ein bisschen Zubehör“, gesteht die junge Frau.
„Ist ja voll peinlich, das Maja-Kostüm, aber ich nehme es“, lacht eine junge Frau. „Viel Spaß damit, jetzt kann es ja losgehen“, gibt ihr Antonia Dehnert mit auf den Weg.
Kaum ein Faschingswunsch bleibt im Karstadt-Faschingsmarkt unerfüllt: Perücken, Kostüme, Zubehör, Bärte, Baströcke, Sheriffsterne, dazu Schminke, künstliches Blut, falsche Wimpern, Playboy-Ohren, Masken und Prinzessinenkrönchen. „Die Klassiker sind der Mönch, der Sträfling oder der Pirat“, weiß Verkäuferin Antonia Dehner. „Die Leute wollen tolle Kostüme.“
In diesem Jahr im Trend: Mittelalter (Musketier, Herold), Vampire im Gothic-Stil, Tracht, Tierkostüme aller Art: Gerade für die Straßenfasnacht sind Kuh-, Bären-, Schweine-, Häschen- und Zebrakostüme begehrt, die halten auch schön warm. Dehnert hat aber auch noch mehr Ideen auf Lager: Gladiator, Römer, Biene Maja oder Scheich. Zwischen 10 und 100 Euro muss man ausgeben, um im Faschingsgetümmel einen anständigen Eindruck machen zu können. Prinzessinnen-, Spanierin-, Feuerwehrmann-, Polizisten-, Cowboy-, Spiderman- und Indianer-Zubehör liegt für die Kinder bereit, hier hat sich trendmäßig nicht viel getan in den letzten Jahren. „In Köln hatten wir das Vierfache an Verkaufsfläche“, lacht Mario Schulze.
Viele Rheinländer, die in Stuttgart leben, decken sich im Faschingsmarkt bei Karstadt ein, um sich anschließend in die Faschingshochburgen nach Köln und Düsseldorf zu stürzen. So wie die Bonnerin Monika Holbach, die seit 1979 in Stuttgart lebt und noch ganz dringend für ihr selbst genähtes Kostüm eine knallbunte Glitzerperücke sucht. „Man muss mit Fasching groß geworden sein“, gibt die Rheinländerin zu.
Bis Faschingsdienstag bleibt der Faschingsmarkt geöffnet, damit haben auch die Last-Minute-Käufer noch eine Chance. Denn die Stuttgarter Karnevalsgesellschaften haben ein klasse Faschingsprogramm auf die Beine gestellt mit etlichen Faschingsbällen und -partys. Die Straßenkostüme kommen bei den zahlreichen Faschingsumzügen zur Geltung.