Zum Frühling
Modeschule oder Altenpflege?
12. Berufsbilderbörse am Neuen Gymnasium Feuerbach
Je näher das Abitur rückt, umso schwerer wird für manche Schüler die Berufs- oder Studienwahl. Vage Vorstellungen sind dabei wenig hilfreich. Auch die eigenen Eltern sind zuweilen als Ratgeber überfragt. Das Neue Gymnasium lud am vergangenen Freitag bereits zum zwölften Mal zu einer Berufsbilderbörse mit 20 Referenten unterschiedlicher Berufssparten und Studiengänge ein. Unsere Redaktion besuchte ein paar Stationen. Der sechzehnjährige Julian Laich hatte den Tipp von der Berufsbilderbörse von seiner Mutter bekommen. Er interessierte sich für den Beruf des Lehrers und konnte nach einem Gespräch bei der Agentur für Arbeit - auch die war mit einem Stand vor Ort - einen Termin für einen Eignungstest vereinbaren.
Der Zehntklässler informierte sich außerdem über mögliche Fächer und Schularten. Der Vereinsschwimmer, der sich zunächst für den Beruf des Sportmediziners interessierte, ist überzeugt, dass er sich für den Pädagogenberuf eignet: "In den Ferien helfe ich im Kindergarten aus. In meinem Schwimmverein übernehme ich gerne mal ne Gruppe. Ich kann relativ frei vortragen", so Julian Laich. Im Erdgeschoss informierte Doris Holzenbecher von der Stuttgarter Modeschule Holzenbecher über die Aufgaben im Berufsfeld Modedesign. Ein paar Zimmer weiter konnten die Schüler Näheres über den Beruf Kauffrau/ - mann für Bürokommunikation erfahren sowie über journalistische Berufe. Zweieinhalb Jahre dauert die Ausbildung zum staatlich geprüften Modedesigner an der Modeschule Holzenbecher. Der Exotenberuf erfordert zumindest in der Anfangsphase viel Flexibilität. Häufige Ortswechsel, auch ins Ausland, gehören mit dazu. "Unsere Schüler kennen nach der Ausbildung jeden Arbeitsgang, der nötig ist in der Produktion", so Doris Holzenbecher, die mehrere Semesterarbeiten präsentierte.
Modedesigner beschäftigen sich mit der Zielgruppe und Vermarktung der Mode, beherrschen selbst sämtliche Schnitttechniken, kennen die Eigenschaften der Materialien und sind außerdem in der Lage, eine Kostenkalkulation aufzustellen. Doris Holzenbecher sprach auch über Modetrends, und die Weltanschauung, die diese transportieren.
Im zweiten Stock informierten unter anderem Kathrin Binzer und Ute Göbel vom Berufsfortbildungswerk (Bfw) des DGB über die Zukunftsperspektiven im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Pflegeberufe bieten rosige Aussichten, so Ute Göbel.
Das Bfw unterstützt Betriebe bei der Vermittlung und Besetzung von Ausbildungsplätzen und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der EU gefördert.
04.02.2010 - aktualisiert: 04.02.2010 13:46 Uhr
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