Technik ist kein Wunderwerk
Verein Shack sucht Raum für Software- und Hardware-Basteleien
Am vergangenen Samstag wurde der Verein "Shack" gegründet. Schon seit längerem besteht in Stuttgart eine Gemeinschaft aus technikbegeisterten Nerds (englisch: Computerfreak) und anderen digitalen Mitbürgern, die im so genannten Hackspace gemeinsam an kreativer Software- und Hardware basteln. Der Verein startet mit 25 Mitgliedern.
"Also nicht allein rumfriemeln und auch kein teurer Kurs, sondern eine Art soziales Experiment, wo neue Lernformen entwickelt werden", meint Wilcke.
"Shack" hat sich die Förderung von Technik- und Medienkompetenz auf die Fahnen geschrieben, möchte Bildung, Kunst und Kultur voranbringen und durch internationale Workshops zur Völkerverständigung beitragen. Jüngeren möchte der Verein eine handlungsorientierte Technikkultur vermitteln, plant Vorträge in Schulen und Angebote für Jugendliche. Ein wissenschaftlicher Beirat soll sich aus Hochschuldozenten der Informatik oder Informatik-Didaktik zusammensetzen.
Gründungsmitglied Gregor Jehle erklärt: "Viele meinen, die Technik ist von Gott gegeben. Aber ich muss die Technik verstehen, um selbst was machen zu können. Sehr beliebt bei uns ist die Mikrokontroller-Programmierung". Lernen durch Anfassen und Ausprobieren lautet das Motto. Warum also nicht die eigene Alarmanlage programmieren, elektronische Schaltungen entwerfen und umsetzen und schließlich Sensoren für ein eigenes Kunstprojekt verwenden, wie es die junge HdM-Studentin berichtet. "Man darf nur keine Berührungsängste mit Technik haben", meint sie. Werkzeug und Maschinen wie 3D-Drucker werden gemeinsam unterhalten.
Informationen und Kontakt unter http://www.shackspace.de.
25.02.2010 - aktualisiert: 25.02.2010 13:23 Uhr