Katastrophe auf der Loveparade
Sakrales und Profanes durch Licht verbunden
Ausstellung des zeitgenössischen Künstlers Eberhard Münch
GERLINGEN
Nach der erfolgreichen Ausstellung im Jahr 2007 mit den Arbeiten des zeitgenössischen Malers Andreas Felger präsentieren die Stadt Gerlingen und die Evangelische Lukaskirchengemeinde in diesem Jahr einen weiteren, großartigen Künstler: Eberhard Münch.
Er wurde 1959 in Mainz geboren und interessierte sich schon von Klein auf für das Malen und Zeichnen. "Auf seine Arbeiten hat sich vor allem die Beschäftigung mit der italienischen Wandmalerei, besonders der Illusionsmalerei, zu Beginn der 80er Jahre ausgewirkt", erklärt Jens Keil, der Pfarrer der Evangelischen Lukaskirchengemeinde Gerlingen-Gehenbühl. Diese erlernte er während des vierjährigen Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, wobei Münchs Schwerpunkt auf historischen Maltechniken von der Renaissance bis zur Architekturmalerei des 19. Jahrhunderts lag.
"Nach seinem Abschluss arbeitete Münch als freischaffender Künstler und Restaurateur sowohl an sakralen als auch profanen Bauwerken", erzählt Keil. Dabei gestaltete er Hotels, Firmengebäude, Wohnanlagen und Kirchen, bis er sich entschied, hauptsächlich im sakralen Bereich tätig zu sein.
Ein Teil seiner Werke kann nun in der gemeinsamen Kunstausstellung der Stadt Gerlingen und der Evangelischen Lukaskirchengemeinde angeschaut und erworben werden. "Aufgrund der Vielfalt von Münchs Werken konnten wir die Ausstellung zweiteilen", so Keil. Im Rathaus befinden sich die säkularen und in der Lukaskirche die sakralen Arbeiten. Gemeinsam haben sie das Thema "Licht!", das in fast jedem seiner Werke zu finden ist.
Die Wahl für eine Ausstellung fiel nicht zufällig auf Münch. "Er hat spirituell sehr starke Anklänge an Felger", so Keil. Beide Künstler werden von der Präsenz Galerie Gnadenthal vertrieben, mit der man schon 2007 gut Erfahrungen gemacht habe. "Außerdem passen seine Werke gut in die Lukaskirche." Durch ihre Renovierung im vergangenen Jahr sei der Innenraum viel heller geworden, so dass Münchs Bilder, in denen er viel mit Licht und Farbe experimentiert, dort gut zur Geltung kommen. Eines seiner bekanntesten Werke, das für die Jahreslosung 2010 verwendet wurde, hängt direkt über der Kanzel. "Man könnte meinen, dass unsere Kirche für Eberhard Münch gebaut wurde", scherzt Keil.
Die Ausstellung ist in dem Rathaus bis zu dem 11. April, und in der Evangelischen Lukaskirche bis zu dem 18. April zu sehen.
Die Bilder stehen zum Verkauf.
04.03.2010 - aktualisiert: 04.03.2010 15:15 Uhr