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Die Weltwunder im Briefkasten


Gedächtnistraining ist keine Zauberei
 

Stures Auswendiglernen ist out, mentale Spickzettel sind erlaubt. Der bekannte Gedächtnistrainer Markus Hofmann aus München gastierte am Dienstag, 23. Februar, in der Uhlberghalle und zeigte den rund 350 Zuhörern, wie einfach und effektiv es ist, sich der Methoden der Mnemo-Technik zu bedienen.

BONLANDEN

Es ging um die Verknüpfung der linken und rechten Gehirnhälfte, um das erstaunliche Können von Kindern beim Memory-Spiel, um die Kraft imaginärer Bilder. Mit viel Wortwitz und Rasanz nahm der smarte Markus Hofmann das Publikum für nahezu drei Stunden mit auf eine spannende Reise in die Tiefen des menschlichen Gehirns, die Speicherzentrale alles Gelernten.

Gekommen waren Eltern und Lehrer, Freunde der Schule, sonstige Interessierte sowie auch einige Schülerinnen und Schüler der Realschule am Bildungszentrum Seefälle, denen Hofmann bereits am Mittag vermittelt hat, wie es sich mit der Mnemo-Technik leichter lernt.

Kurzum: es ging darum, Informationen aller Art so abzuspeichern, dass sie bei Bedarf wieder schnell gefunden und angewandt werden können.

Dazu Hofmann: "In den seltensten Fällen vergessen wir die Informationen, wir finden sie nur nicht. Heute erleben Sie an sich selbst, wie sich das in kürzester Zeit ändern lässt." Und tatsächlich, nach kaum fünf Minuten können die Leute im Saal die sieben Weltwunder der Neuzeit aufzählen, die sie zunächst in imaginären "Briefkästen" am Körper abgelegt haben.

Die Christusfigur von Rio de Janeiro sitzt beispielsweise auf den Zehenspitzen, das indische Taj Mahal an der Brust, die Pyramide von Chichén Itzá hat ihren Platz auf den Schultern. Ebenso schnell haben die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer die Namen der letzten zehn US-Präsidenten verinnerlicht und zählen sie in der richtigen Reihenfolge auf.

Auch sie wurden zunächst mit Bildern verknüpft und in fiktiven Briefkästen gespeichert. Im Flipchart auf der Bühne lag Eisenhower parat, im Bühnenvorhang verbarg sich Lyndon B. Johnson, die Marker-Stifte wurden zu Kennedy. Ausbauen lässt sich die Mnemo-Technik fast ins Unendliche und jeder kann sie ganz spielerisch erlernen. "Ab heute dürfen ihre Kinder so viele mentale Spickzettel benutzen, wie sie wollen", ermuntert Hofmann die anwesenden Eltern. Wie gut das funktioniert demonstrierte der Münchner dann an weiteren Beispielen zum Mitmachen. So gelang es dem Publikum mühelosr, die Namen aller deutschen Bundeskanzler in der richtigen Reihenfolge zu nennen oder sich eine umfangreiche Einkaufsliste zu merken. Sogar thailändische Zahlen gingen den Menschen in der Uhlberghalle innerhalb weniger Minuten flüssig über die Lippen.

"Vorsprung durch Wissen", nennt Markus Hofmann das gezielte Gedächtnistraining und schmunzelnd fügt er hinzu, dass ja niemand verraten müsse, mit welch simplen Tricks man sein Gehirn auf Kommando zu erstaunlichen Höchstleistungen bringen kann. http://www.markus-hofmann.de


Von Petra Nitzsche

04.03.2010 - aktualisiert: 04.03.2010 16:28 Uhr

 

 

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