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Alicia Keys oder lieber Marvin Gaye?

Die Coverband Soulbearound trifft immer den richtigen Ton
 

In einer Serie stellen wir unseren Lesern unterschiedliche Musikbands aus der Region vor. Für die heutige Ausgabe haben wir die Coverband Soulbearound ausgespäht und für Sie hinter die Kulissen geblickt.

Petra Nitzsche

BERNHAUSEN

"One, two, three, four" und ab geht die Post. Im Übungskeller der Band Soulbearound in Bernhausen geht es fetzig zur Sache. Damit die Stimmung wie bei einem realen Live-Auftritt wirkt, hat der Keyboarder Steffen Pflügner schon mal die Lichtanlage angeschmissen. Jeden Donnerstag wird hier gerockt, viel gelacht und effektiv einstudiert.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005, begeistert die Band Soulbearound aus Bernhausen das Publikum mit ausgesuchten Musikstücken aus Rock, Pop, Soul und Funk.

Und alle Bandmitglieder haben eines gemeinsam: Die Leidenschaft an der Musik. Garantiert bei jedem Auftritt ist immer eine top Bühnenshow, eine unterhaltsame Performance.

Die ausdrucksstarken Leadstimmen von Sabine Grumbach, Christina Moldovan und John Ramirez sind das Markenzeichnen von Soulbearound. Der mehrstimmige Chor verleiht der vielfältigen Songmischung ihren speziellen, funkigen und ausdrucksstarken Groove. Uwe Röhricht an den Drums, David Kuntz an der Gitarre, Benito Benevento am Bass und Steffen Pflügner am Keyboard machen die Band komplett. Das Repertoire der Musiker umfasst Klassiker wie Aretha Franklin, Stevie Wonder, The Jackson Five, Randy Crawford, Sister Sledge, Mother"s Finest, Chaka Khan sowie aktuelle Hits des NuSoul und Acid-Jazz von George Michael, Alicia Keys, Joss Stone oder Jamiroquai und vieles mehr.

Dabei kann Soulbearound auf erfolgreiche Auftritte in bekannten Kneipen und Clubs der Region, wie beispielsweise dem Arigato in Stuttgart und der Mäules-Mühle im Siebenmühlental sowie auf diverse Open-Air Konzerte zurückblicken. So waren einzelne Musiker der Band auch schon Opener bei namhaften Konzerten wie Pur, Jule Neigel und Uriah Heep. Bandgründer, Steffen Pflügner, erinnert sich. "Wir sind ein echt gutes Team.

Deshalb hat sich ja auch die Besetzung der Band von Anfang an nicht geändert, bis auf den Gesangspart", erklärt der 41-Jährige. Gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin Kirstin Ströbele, kurz Kiki genannt, hat er Soulbearound ins Leben gerufen. Schon im Kindesalter wurde das Talent der ausdrucksstarken Sängerin entdeckt. Bereits als 16-Jährige übernahm sie die Hauptrolle in der Rockoper "Ring of Obscure".

Bekannt war Kiki vor allem für ihren gewaltigen Stimmumfang. "Kiki hat sogar mal im Duett mit Whitney Huston gesungen, damals in der Schleyer-Halle", erzählt Steffen. "Whitney hatte Probleme mit ihrer Stimme und musste ein Lied zweimal abbrechen. Kiki hat den Song dann aus der siebten Reihe wieder angestimmt. Das war ein wahnsinnig schönes Erlebnis".

Nach dem Tod der Leadsängerin im Jahr 2007 musste sich die Band neu firmieren.

"Das war zunächst ein riesiger Schock, der uns alle sehr getroffen hat", sagt Keyboarder Steffen. Ein schmerzlicher Verlust, denn die Band hatte mit Kiki nicht nur einen lieben Menschen und langjährigen Freund, sondern auch eine hervorragende Sängerin verloren. "Anfangs war es für uns als Sänger natürlich eine enorme Herausforderung, Kikis Part zu übernehmen", erklärt Sabine Grumbach.

"Mittlerweile sind wir bei den Vocals zu dritt und glauben, dass wir der Band damit aber auch neue Impulse geben konnten, was Kiki mit Sicherheit gefreut hätte".

Die nächsten Lokaltermine hat Soulbearound in diesem Jahr wieder mit der langen Stuttgart-Ost-Nacht sowie diversen Kneipen- und Clubauftritten in der Region.


04.03.2010 - aktualisiert: 04.03.2010 07:03 Uhr

 

 

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