Es wird hauptsächlich geflickt
Die Zahl der Straßenschäden ist durch den langen Winter höher als sonst
Lidija Lenic
DEGERLOCH/BIRKACH-PLIENINGEN
Insgesamt haben die Straßen in den Fildergebieten unter dem Frost und den dazwischen liegenden wärmeren Perioden gelitten. "Deshalb haben wir zur Zeit vermehrt aufgehende Mittelnähten, in die das Wasser eindringen kann", erklärt der Bezirksleiter Filder vom Tiefbauamt.
Besonders betroffen seien in Plieningen die Scharnhauser Straße, die gewisse Vorschädigungen hatte, und die Filderhauptstraße, besonders im Bereich der Körschbrücke.
Geflickt werden in Birkach unter anderem die Riedenberger, Welfen- und Birkheckenstraße, in Schönberg die Parasol- und Taldorfer Straße. "An der Aulendorfer Straße wird derzeit nur das Nötigste gemacht, weil die dortige Baustelle sicherlich noch mehr Schäden verursachen wird."
In Degerloch werden die Straßenarbeiter hauptsächlich mit der Alb- und der Jahnstraße beschäftigt sein. Abschnittsweise wird die Albstraße in dem Bereich der einseitig befahrbaren Fahrbahn beseitigt, da größtenteils die Busse hier großflächige Schäden mit der Zeit angerichtet haben. Frank Hüttner, Bezirksleiter Degerloch vom Tiefbauamt, schätzt die Kosten für dieses große Bauvorhaben auf etwa 150 000 Euro. Die Kreuzung von der Jahnstraße in den Heuglinweg wird eine weitere Baustelle. Es gibt jedoch nicht nur viel zu tun, das Tiefbauamt hat sogar eine größere Sanierungen in Degerloch bereits abgeschlossen. Die Nauener Straße zwischen Hoffeld und der Onholdstraße - entlang der Sportplätze an der Hohen Eiche - bekam 2009 eine neue Asphaltdecke. Doch auf Komplettsanierungen von Straßen könnten laut dem Filder-Bezirksleiter die Bewohner nicht hoffen. "Als Sofortmaßnahme flicken wir Löcher und Risse mit einem Kaltmischgut", sagt er. "Im Frühjahr werden diese Stellen dann mit einem Heißmischgut erneut bearbeitet."
Mehr sei finanziell in diesem Jahr wohl nicht drin. Darüber hinaus wisse man noch nicht, wieviel Budget überhaupt zur Verfügung stehen wird. Doch das, was die Straßenarbeiter auf ihren regelmäßigen Kontrollfahrten beheben können, das erledigen sie häufig sofort. Material für kleinere Reparaturen haben sie immer im Wagen. Bürokatisch weite Wege gäbe es nicht. "Sobald uns Bürger Schäden melden, versuchen wir diese innerhalb von ein paar Tagen zu beheben", sagt der Bezirksleiter. Bei Gehwegen gilt der gleiche Ablauf, mit Kontrollfahrten, Flicken, Nachbearbeiten. "Wenn der Gehweg allerdings auf Privatgrund ist, muss der Grundstückeigentümer selbst eine Straßenbaufirma beauftragen", sagt Hüttner.
04.03.2010 - aktualisiert: 04.03.2010 15:28 Uhr
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