Noch mehr Stau abgewendet
Debatte um Wender am Ostendplatz, die eigentlich schon geklärt war
OSTHEIM
"Wenn wir hier keine Entlastung mehr haben, versinkt die Ostendstraße im Dauerstau", so Thomas Rudolph. In seiner Meinung wird der HGV-Vorsitzende untertsützt von HGV-Mitgliedern, deren Geschäft direkt am Ostendplatz liegt. Der Apotheker Ulrich Baars von der Ostend-Apotheke meint: "Selbst mit der jetzigen Wendemöglichkeit in beide Richtungen haben wir zu den Hauptverkehrszeiten und den Haupteinkaufszeiten häufig stehenden Verkehr auf der Ostendstraße - vor allem auf der Seite des Rewe-Marktes".
Noch hinzu kommt, dass sich in der Jakob-Holzinger-Gasse einige Arztpraxen befinden, die nicht selten von einem Notarztwagen angefahren werden müssen. Die Ostendstraße ist ein Verkehrsknotenpunkt im Stadtbezirk. Auch der Wochenmarkt und die Einstufung der Jakob-Holzinger-Gasse als Feuergasse tragen ihren Teil dazu bei. "Wir wollen allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden", so Thomas Rudolph. "Der öffentliche Nahverkehr muss seine Fahrpläne einhalten, die Müllabfuhr möchte zügig vorankommen und die örtlichen Handwerker und Einzelhändler brauchen jederzeit Zugang zur Jakob-Holzinger-Gasse. Für die Fußgänger wird es in Zukunft eine Verbesserung geben", meint der Vorsitzende des HGV Stuttgart-Ost.
Denn der Bezirksbeirat im Stuttgarter Osten hat beschlossen, einen Zebrastreifen vor dem Rewe-Markt einzurichten. Die Verkleinerung des Wenders und die Einschränkung der Nutzung in nur eine Fahrtrichtung, nämlich von Gablenberg her kommend, ist ein Kompromiss, der Ende 2009 erarbeitet wurde.
"Wir waren sehr erstaunt, dass die Fraktion der Grünen das Thema nun wieder auf die Tagesordnung gesetzt hat", meint Ernst Strohmaier, Sprecher der CDU im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost. "Einer kompletten Schließung des Wenders können wir unter den vorliegenden Umständen, also der brisanten Verkehrssituation, auf keinen Fall zustimmen", bekräftigt er den Beschluss aus dem vergangenen Jahr.
Der aktuelle Antrag der Grünen auf Schließung des Wenders wurde auf Drängen der CDU mit den Stimmen von CDU, FDP und Freien Wählern, bei gleichzeitiger Enthaltung der SPD abgelehnt.
red
04.03.2010 - aktualisiert: 04.03.2010 07:11 Uhr