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"Idee ist alles"


Markus Sund ist Garten- und Landschaftsbauer
 

Auf den Fildern leben und arbeiten viele Künstler, Tüftler, Film- und Medienmacher - Menschen, die ihre Kreativität zum Beruf gemacht haben. Wir haben einen der kreativen Köpfe in Stetten besucht: Markus Sund ist Garten- und Landschaftsbauer. Das Motto seiner Firma Plan-Garten lautet "Idee ist alles" und dieses setzt der 38-Jährige konsequent um. Uns gibt er einen Einblick in sein kreatives Schaffen.
 

FILDERN

Der Garten- und Landschaftsbau sei ihm von seinem Vater in die Wiege gelegt worden, erzählt Markus Sund und zündet sich eine Zigarette an. Sein Büro ist aufgeräumt und ordentlich, von kreativem Chaos keine Spur.

Allerdings habe er zunächst Industriekaufmann gelernt und sei erst später in die Firma seines Vaters eingestiegen. Das kreative Talent indes habe sich schon seit frühester Kindheit abgezeichnet.

"Es lag mir schon immer, mit wenigen Mitteln etwas optisch Ansprechendes zu machen. Im Kindergarten fing das mit dem Basteln an, das Zeichnen habe ich mir dann selbst beigebracht", erzählt Markus Sund und zeigt auf einen detailliert gezeichneten Plan eines Grundstückes mit großer Teichanlage.

Der kreative Prozess fange damit an, dass er mit dem Kunden das Grundstück anschaue, um einen ersten Eindruck und ein Gefühl für das Gelände zu bekommen. "Dann lasse ich den Kunden erzählen, was er sich ungefähr vorstellt. Anschließend fertige ich eine erste Skizze an. Die Wünsche des Kunden und fixe Punkte wie das Gebäude und die Topologie des Grundstücks sind die Anhaltspunkte, der Rest ist der Freiraum für meine Ideen."

Es sei ein gedanklicher Prozess, bei dem er verschiedene mögliche Varianten durchprobiere bis sich schließlich alle Teile zu einer konkreten Idee zusammenfügen. Diese bringe er dann am Zeichentisch auf Papier. Das Projekt umzusetzen - also zu bauen - ist die Aufgabe seines Bruder Benjamin Carlo Sund. Er ist studierter Landschaftsbautechniker und führt zusammen mit dem Vater die Firma.

Die kreative Arbeit spiele sich aber nicht nur am Zeichentisch ab, erzählt Markus Sund. "Ein Teil meiner Kreativität fließt auch in die Auswahl der Materialien. Wenn ich zum Beispiel Felsen für einen Teich benötige, gehe ich selbst in den Steinbruch und suche die Exemplare aus, die ich am schönsten miteinander kombinieren kann."

Ein Doppelhaus in Stetten ist ein Projekt, auf das der Vater von drei Töchtern besonders stolz ist. Heutzutage seien die Grundstücke viel kleiner als früher, erklärt er. Die Kunst bei der Gartengestaltung sei es daher, den Raum größer erscheinen zu lassen. "Wir haben es dort geschafft, den Garten optisch doppelt so groß aussehen zu lassen, wie er eigentlich ist." Der Garten sei heutzutage das erweiterte Wohnzimmer und sein Ziel sei es immer, das Maximum herauszuholen.


Rebecca Stahlberg

11.03.2010 - aktualisiert: 11.03.2010 11:26 Uhr

 






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