Wie "seniorentauglich" sind die Möhringer Geschäfte?
Seniorenfreundlicher Service in Möhringen wird angestrebt
Die Zahl der älteren Menschen wächst unaufhörlich. Dieser demografische Wandel wird bald sämtliche Versorgungsstrukturen auf den Prüfstand stellen. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Chefvolkswirt Robert Weitz vom Handelsverband Deutschland mit dem demografischen Wandel.
Das momentane Kaufkraftpotential der Rentner ist enorm hoch. 1500 Euro hat die Gesellschaft für Konsumforschung als frei verfügbares Einkommen nach Abzug der Fixkosten errechnet. Alle deutschen Rentner zusammen bringen es so auf rund 300 Milliarden Euro im Jahr. Dieser demografische Wandel prägt und verändert - zwangsläufig - alle Teile des Lebens. Der Rückbesinnung auf die Innenstadt als Lebensraum ist eine hohe Bedeutung einzuräumen.
Besonders beliebt sind eben in diesem Zusammenhang nachweislich gute, stadtnahe Vororte, die eine zukunftsfähige Versorgungsstruktur für ein generationsgerechtes Einkaufen nachweisen können. Diese Thematik steht übrigens aktuell auf der Agenda sehr vieler, internationaler Forschungsprojekte.
In vielen kleinen Schritten bemühen sich nun Bundesländer, Städte und Kommunen diese Theorie ins Praktische umzusetzen. Speziell der Einzelhandel in den Zentren wird hierbei gefordert und sollte sich überlegen, wie er sich den zukünftigen Veränderungen anpasst, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Der Möhringer Bezirksbeirat und Bezirksvorsteher Lohmann unterstützen diese Projekte in unserem Stadtbezirk nachdrücklich, sei es z.B. im Namen der Ehrenamt- und Vereinsförderung, im Rahmen des Projektes mobiles Generationenhaus und weiterer vielfältiger Aktivitäten.
Aus diesem Grunde hat sich der für diese Belange verantwortliche GHV Stuttgart-Möhringen mit dem StadtSeniorenRat Stuttgart e.V. in Verbindung gesetzt, um deren Aktion "Seniorenfreundlicher Service" zu unterstützen. Mit dieser Aktion und der damit verbundenen Zertifizierung von Fachhandels- und Dienstleistungsbetrieben soll die immer größer werdende Kundengruppe der älteren Menschen in besonderer Weise angesprochen werden.
11.03.2010 - aktualisiert: 11.03.2010 12:43 Uhr