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Wie kinderfreundlich ist Stuttgart wirklich?


Räume für Kinder fehlen: Bekommt die Kita Neuwirtshaus einen Container?
 

Der Bedarf an Hortplätzen in den beiden Kindertagesstätten Neuwirtshaus Borkumstaße und Stammheim Nobileweg ist bekannt, Anträge auf Angebotserweiterung wurden auch bereits genehmigt. Doch die Rechnung geht nicht auf, denn die Räumlichkeiten fehlen.
 

STAMMHEIM/NEUWIRTSHAUS

Die Eltern sind verunsichert, denn ohne die Einrichtung der bereits genehmigten Hortgruppe droht vielen Familien, dass ihre Kinder ab September 2010 ohne Betreuung dastehen. Jetzt kämpfen die Eltern für eine schnelle Lösung, die Unterbringung in einem Container im direkten Anschluss an das Hauptgebäude in Neuwirtshaus.

Die Kindertagesstätte Nobilweg in Stammheim soll durch eine Angebotsänderung in eine Kita mit Plätzen von null bis sechs Jahren umgewandelt werden. Die zurzeit betreuten Kinder im Hort sollten hierzu in die Borkumstraße nach Neuwirtshaus umziehen. Dort wurde die Horterweiterung auf 1,5 Gruppen auch im Dezember im Gemeinderat genehmigt, aber Räume für die Gruppe, die etwa 20 Kinder ausmachen wird, fehlen. Jetzt fürchten Eltern aller Altersgruppen, dass Plätze gekündigt werden, Kinder nicht in andere Altersgruppen nachrücken können, die auf dem Papier bestehenden Hortplätze nicht besetzt werden oder Kleinkinder erst gar nicht aufgenommen werden.

"Wir haben schon seit über einem Jahr auf das drohende Dilemma hingewiesen, wenn die entsprechenden Räume nicht zur Verfügung gestellt werden.

Jetzt ist genau dies passiert. Wenn schon keine Räumlichkeiten in der Borkumstraße frei werden, so wünschen wir uns zumindest einen Container, den die Stadt bis September aufstellt und in dem die Kinder untergebracht werden könnten. Das scheint das einzige zu sein, was kurzfristig machbar ist", sagt Vera Schöpsdau, Elternbeirätin der Kita Borkumstraße in Neuwirthaus.

Doch noch ist der Container nicht genehmigt und vollständig finanziert. "Wenn es keine Lösung gibt dann fliegen die Kinder möglicherweise aus den Einrichtungen raus.

Viele Eltern sind nun verunsichert, denn sie wissen nicht, wo sie ihre Kinder sonst unterbringen sollen, während sie arbeiten. Es trifft überwiegend die Mütter, die dann ihren Job aufgeben müssten oder versuchen müssten ihre Arbeitsstunden zu reduzieren", fasst Vera Schöpsdau zusammen. "In einem halben Jahr beginnt das neue Schuljahr, die Verunsicherung der Eltern muss ein Ende haben", fordert sie.

So haben die Eltern erneut den Kontakt zur Politik, Verwaltung und den Verantwortlichen gesucht, in der Hoffnung, dass der Container genehmigt wird.

Am gestrigen Mittwoch wurde dazu durch die Eltern ein Runder Tisch einberufen.

Wie dieser ausging und ob es eine Lösung für die fehlenden Räumlichkeiten ergibt, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.


aro

11.03.2010 - aktualisiert: 11.03.2010 12:24 Uhr

 






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