Vor Ort
 

Winterschlussverkauf

Offiziell gibt es den Winterschlussverkauf nicht mehr, dennoch sieht man jetzt überall die "Reduziert"-Schilder. Wie halten Sie es mit dem Schnäppchenkauf?

 
Pfui, ein Schandfleck!
 
Drucken

Eingriff per Kamera

Schonende Operationsmethode eingeführt
 

RUIT

Operationen hinterlassen nicht selten unschöne Narben am Bauch und können durch Verwachsungen später zu Problemen und Beschwerden führen. Um das zu vermeiden, wendet Chefarzt Privatdozent Dr. Wolfgang Schlosser in der Klinik für Allgemein-Viszeral- und Gefäßchirurgie der Kreiskliniken Esslingen in Ruit seit einem halben Jahr eine neue Methode an: Er operiert Gallenblasen durch einen einzigen kleinen Schnitt in der Tiefe des Nabels. Die inzwischen etablierte "Schlüsselloch-Chirurgie" hat deutliche Vorteile im Vergleich zu der früher üblichen Operation mit herkömmlichem Bauchschnitt. So wird die Gallenblase mittlerweile seit vielen Jahren über drei bis vier kleine Schnitte, die über die Bauchdecke verteilt sind, mit Hilfe von speziellen Instrumenten entfernt. Diese ursprüngliche "Schlüsselloch-Chirurgie" ist inzwischen weiter entwickelt worden. Dr. Schlosser wendet die SILS-Technik (Single Incision Laparoskopic Surgery) an. Hier wird nur über einen einzigen kleinen, zwei Zentimeter langen Schnitt - in der Tiefe des Nabels gelegen - die Gallenblase entfernt. Über diesen kleinen Schnitt im Nabelgrund, der später so gut wie nicht mehr sichtbar ist, wird ein spezieller "Port" eingebracht. Dieses Kunststoffteil hat drei Öffnungen zum Einbringen von Instrumenten beziehungsweise einer kleinen Kamera. Über diesen Zugang wird die gesamte Operation an der Gallenblase, Blinddarm oder auch Dickdarm durchgeführt und das Organ später geborgen. Vor nunmehr über einem halben Jahr hat das Paracelsus- Krankenhaus Ruit als erste Klinik in der gesamten Region diese neue Technik eingesetzt. Mittlerweile wurden 16 Patienten sehr erfolgreich mit der SILS-Technik operiert. Allerdings ist diese Methode zumindest zurzeit noch nicht bei jedem Patienten einsetzbar. Es muss daher bei jedem Patienten individuell entschieden werden, ob die neue Technik sinnvoll anwendbar ist.


11.03.2010 - aktualisiert: 11.03.2010 07:03 Uhr

 






nach oben