Naherholung im Filderraum soll gewährleistet werden
Filderpark: Stuttgart und Filder wollen enger zusammenarbeiten
Die Fildern sollen so grün wie möglich bleiben, denn sie sind vor allem in den vergangenen Jahren zu einem dynamischen Wirtschaftsraum geworden. Deshalb wird nun wieder über das Langzeitprojekt Filderpark gesprochen.
Unter dem neuen Arbeitstitel "Landschaftsraum Filder" soll das Filderparkprojekt neu angestoßen werden. Auch die Stuttgarter Bezirke Birkach-Plieningen, Möhringen und Vaihingen gehören dazu, genießen jedoch Gaststatus beim Kommunalen Arbeitskreis Filder (KAF). Dieser Ausschuss traf sich am vergangenen Mittwoch in Plieningen in einer nicht-öffentlichen Sitzung.
"Was vor allen Dingen betont wurde, ist, dass die Stadt Stuttgart und die Filderkommunen das Projekt unter einer gemeinsamen Marke vorantreiben", sagt Ulrich Steimer vom Technischen Referat. Das Ziel sei die Schaffung wohnortnaher Freizeitmöglichkeiten. "Durch die neue Messe und den Flughafen hat sich der Wirtschaftsraum auf den Fildern in den letzten Jahren dynamisch ausgeweitet", so Steimer. Deshalb sei es wichtig, dass man Grünflächen erhalte. Konkrete Maßnahmen in der Zukunft könnten sein, Grünbrücken zu bauen, Rad- und Wanderwege zu verbessern oder einfach nur die Freiflächen als Frischluftschneisen zu erhalten. Doch bevor es so weit ist, muss zunächst die organisatorische Seite geklärt werden. Bei der KAF-Sitzung stellten sich das neue Marketing-Büro "Jung-Kommunikation" und das Planungsbüro "Planstatt Senner" vor. Erst wenn in der nächsten Sitzung Mitte Mai die Beauftragung an diese erfolgt, soll ein gemeinsamer Arbeitskreis installiert werden, in dem Vertreter der Filderkommunen und der Stadt Stuttgart dann gemeinsam das Landschaftsprojekt gestalten sollen. "Doch dies sind momentan nur erste Überlegungen", betont Steimer.
Nichtsdestotrotz freut sich SPD-Bezirksbeirat Gerhard Hütter, "dass das Projekt angestoßen wurde". Steimer kann sich durchaus vorstellen, dass auch Stuttgarter Politiker in dem Arbeitskreis sitzen werden. "Wenn dieser Arbeitskreis kommt, könnten auch die Bürger mit einbezogen werden, wenn die einzelnen Stadtbezirke das Projekt in den Sitzungen thematisieren." Finanziert wird der erste Bearbeitungszeitraum, der noch bis März 2011 läuft und 80 000 Euro kostet, mit den Zinsrücklagen des KAF. Wenn es dann konkretere Pläne gibt, muss jede Kommune vor Ort entscheiden, was und wie finanziert wird.
11.03.2010 - aktualisiert: 11.03.2010 11:29 Uhr
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