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Bienensterben durch Pflanzenschutz

Hohenheimer Tag zu Bienenpraxis und Forschungsergebnissen
 

Am Sonntag, 14. März, findet von 9.30 bis 17 Uhr der Hohenheimer Tag der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde statt. Ort ist der Hörsaal B1 im Biologiegebäude.

HOHENHEIM

Über 12 000 Bienenvölker sind betroffen, als das Pflanzenschutzmittel "Clothianidin" 2008 ein Bienensterben im Rheintal auslöst. Auf welchen Wegen Pflanzenschutzmittel in Bienenvölker gelangen, an welche Grenzen die Honiganalytik stößt und weitere Themen aus Forschung und Praxis zur Biene präsentiert nun der Hohenheimer Tag der Bienenfreunde.

Das 2008 bundesweit thematisierte Bienensterben empfinden die Hohenheimer Wissenschaftler als katastrophal. "Auch wenn es weniger Totalverluste an Bienenvölkern für die Imker gegeben hat als in manchen Medien verbreitet, wissen wir noch wenig, wie sich die neuen Insektizide ausbreiten und welche unterschwelligen chronischen Effekte sie langfristig auslösen", stellt Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde fest. "Darum wird es beim Hohenheimer Tag gehen."

Klaus Wallner, Experte für Rückstandsanalyse und Bienenschutz, referiert zum Thema "Auf welchen Wegen gelangen Pflanzenschutzmittel in unsere Bienenvölker?" und gibt einen Überblick über aktuelle Probleme und den Forschungsstand.

Dazu gibt es weitere Vorträge der Diplom-Biologin Doris de Craigher, des Agraringenieurs Thomas Kustermann und von Helmut Horn zu den Themen Nosema, Varroabehandlung und Honiganalytik.

Berichte für die Praxis kommen von Annette Schroeder über die Winterverluste 2004 bis 2008 sowie von dem Berufsimker Jan-Dirk Bunsen über das unkonventionelle, aber professionelle Imkerei-Projekt "Apikultura Palatina". Rosenkranz stellt die Lage der Landesanstalt für Bienenkunde sowie aktuelle Bienenforschungsprojekte an der Universität Hohenheim vor.


11.03.2010 - aktualisiert: 11.03.2010 07:04 Uhr

 






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