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Handball-Krimis beim Länderpokal

Die Westfalen-Auswahl gewinnt in Herrenberg
 

Spannender und knapper geht"s nicht: Im letzten Spiel wurde am Sonntag der Länderpokal 2010 der weiblichen Jugend (Jahrgang 1994) - die Deutsche Meisterschaft der 22 Landesverbände im Deutschen Handball-Bund (DHB) - entschieden. Durch den 18:17-Erfolg von Gastgeber Württemberg (HVW) über Baden wurde Westfalen Sieger. Zwar waren HVW und Westfalen punktgleich, aber weil die Württemberger am Samstag das direkte Duell mit 18:23 Toren verloren hatten, hatte Westfalen das "glücklichere Ende für sich" (DHB-Bundestrainerin Ute Lemmel) und sicherte sich erstmals den begehrten Titel. Baden wurde Dritter vor Thüringen und der Saar-Auswahl.

Die Heerschau der Handball-Talente Deutschlands hatte am Samstag auch Frauen-Bundestrainer Rainer Osmann und seine Team-Koordinatorin Kathrin Blacha als interessierte Beobachter.

Ute Lemmel bezeichnete bei der Siegerehrung die beiden Tage als "kämpferisch tolles Turnier mit knappen Spielen". Die DHB-Sichter beriefen folgende Spielerinnen ins All-Star-Team: Torhüterin Dinah Eckerle (Thüringen), die aus dem württembergischen Ditzingen stammt und vor einem halben Jahr ins Handball-Internat Erfurt wechselte, Carolin Hohloch (BVB Dortmund), Yasmin Yusif (TB Burgsteinfurt), Katharina Beddies (TuS Metzingen), Jana Schnabel (TV Nellingen), Annika Blanke (TSF Ditzingen) und Maureen Merkel (HSG Mannheim).

Die HVW-Auswahl, trainiert von "Lokalmatador" Nico Kiener, gewann zum Auftakt am Samstag gegen Saar mit 26:23 Toren, ehe die Niederlage gegen Westfalen folgte. Am Sonntag wurde Thüringen mit 25:19 bezwungen und mit dem Erfolg gegen Baden Platz zwei gesichert. Damit belegte der HVW bei neun Finalteilnahmen zum fünften Mal den "Silberrang".

Die Siegerehrung wurde von Barbara Smajevic, der Vizepräsidentin Jugend des DHB, vorgenommen. Unterstützt wurde sie von Hans Artschwager, dem Präsidenten des HVW, sowie von seinem Präsidenten-Kollegen Holger Nickert (Baden). Der Dank aller Sprecher galt vor allem dem örtlichen Kooperationspartner des HVW, der SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen, die sich zwei Tage lang bestens um Teilnehmerinnen, Zuschauer und Gäste kümmerte und für eine optimale Organisation sorgte.

Ergebnisse Länderpokal 2010 (weibliche Jugend):

Württemberg - Saar 26:23 (15:10); Westfalen - Thüringen 19:19 (7:8); Baden - Saar 33:23 (11:14); Württemberg - Westfalen 18:23 (12:11); Thüringen - Baden 16:17 (10:8); Westfalen - Saar 36:25 (16:8); Württemberg - Thüringen 25:19 (9:6); Baden - Westfalen 21:21 (13:8); Saar - Thüringen 16:22 (10:8); Württemberg - Baden 18:17 (12:9).

Endstand:

1. und Länderpokalsieger Westfalen (6:2 Punkte/99:83 Tore);

2. Württemberg (6:2/87:82);

3. Baden (5:3 Punkte/88:78 Tore);

4. Thüringen (3:5/76:77);

5. Saar (0:8/87:117). Bei Punktgleichheit entschied der direkte Vergleich die Platzierung.


18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 07:00 Uhr

 






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