"Alles smart, alles intelligent"
Bezirksbeirat informierte sich über EnBW-Elektroroller
S-OST
In der Geburtsregion des Automobils wird nun auch die Elektromobilität vorangetrieben. Die EnBW beteiligt sich mit einer 500 Testroller zählenden Elektroflotte an der Modellregion Stuttgart, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als eine von acht Elektromobilitäts-Regionen fördert. Ein ganzes Jahr lang werden das Nutzerverhalten der Fahrer im realen Umfeld untersucht und im parallel laufenden Forschungsprojekt MeRegioMobil mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft die zukünftige Lade- und Abrechnungsinfrastruktur entwickelt. Für die 500 Testfahrer stehen die Elektro-Roller in zwei verschiedenen Modellen kostenlos zur Verfügung. "Zirka
3500 Menschen haben sich bei uns als Testfahrer beworben", meinte Steffen Ringwald. An insgesamt zehn Stellen im Stadtgebiet können die 500 Testteilnehmer ihre Fahrzeuge mit Ökostrom tanken und laden. Zwei der zehn Tank- und Ladestationen befinden sich im Stuttgarter Osten. "Wir haben eine Station an der Neckarstraße vorm ADAC", so Steffen Ringwald. Eine weitere befindet sich am Schwanenplatz.
Die Entwicklung eines "Slot Managements" soll dabei helfen, den Fahrer nach Eingabe eines Fahrziels an die entsprechend freie Tank- und Ladestation zu führen. "Dies ist im Moment noch Zukunftsmusik", so Steffen Ringwald. Die Zukunft liegt jedoch auch bei der Energieversorgung im Haus auf der Schaffung von intelligenten Netzen. In einem "Smart Home" versorge ein intelligentes Netz das Haus individuell und Kosten sparend mit Energie.
Die Vision des Smart Homes stieß bei Bezirksvorsteher Martin Körner (SPD) auf großes Interesse. Nach dem Wegzug des EnBW-Regionalzentrums entstehe ein großes Areal am Stöckach, auf dem ein Mix aus Wohnungsbau und gewerblicher Nutzung vorgesehen ist. "Da möchte ich sie ermuntern, dieses intelligente Haus dort aufzustellen".
18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 12:05 Uhr