
Wieder alte Kfz-Kennzeichen?
BOULEVARD
Den ersten Vorgeschmack erhalten die Oldie-Fans am morgigen Freitag um 21.15 Uhr im Fernsehen: Unter dem Motto "Die erfolgreichsten Pop-Duette" bewertet Moderator Oliver Geissen die 35 bekanntesten und beliebtesten musikalischen Duette der Pop-Geschichte - darunter auch einen Hit von Suzi Quatro, die bei der Porsche-Oldie-Night in Stuttgart live zu sehen sein wird. Wer letztendlich das erfolgreichste Pop-Duett aller Zeiten gesungen hat, wird am Ende der Sendung verraten. Doch Suzi Quatro ist nicht allein bei der 20. Porsche Oldie Night. Ebenfalls mit dabei sind: Shakin" Stevens als very special guest, The Hollies, The Tremeloes, Hot Chocolate, Pussycat und Harpo.
DJ Bobo heult
DJ Bobo ist zurück. Unter dem Motto "Höher, schneller, DJ Bobo!" ist der 42-jährige Schweizer ab Mai mit seiner brandneuen "Fantasy"-Tournee in Deutschland unterwegs. Am 16. Mai wird er aufgrund der großen Nachfrage gleich zweimal in der Stuttgarter Porsche-Arena auftreten. Aktuell ist der Sänger auf Promo-Tour. Am Mittwoch war René Baumann alias DJ Bobo beim baden-württembergischen Privatsender Hit-Radio Antenne 1 zu Gast. Im Interview mit den Morgenmoderatoren Oliver Ostermann und Daniela Wiese sprach er nicht nur über seine neue Show, sondern auch darüber, wie er den Tod seines Idols Michael Jackson im Juni letzten Jahres erlebt hat. "Plötzlich war mein Vorbild weg", erinnert sich DJ Bobo. "Am Anfang habe ich es gar nicht realisieren können. Ich habe es noch in der Nacht mitbekommen. Am nächsten Morgen habe ich es dann beim Frühstück meinem siebenjährigen Sohn erzählt. Er weiß, dass der Papa ein Fan von ihm ist, weil ich ganz oft Videos von ihm geschaut habe. Danach habe ich ihn mit der Vespa zur Schule gefahren. Plötzlich fragte er mich: ,Papi, musst du denn gar nicht weinen?" Erst dann habe ich wirklich begriffen, was los ist. Auf dem Heimweg habe ich geheult wie ein Schlosshund", gesteht er.
Fassanstich klappt
Die Probe für das Frühlingsfest ist gelungen. Vorige Woche im Schlesinger hat Wasenwirt Fritz Weeber (ganz links) erfolgreich das neue Hofbräu-Frühlingsfestbier angezapft. Assistiert wurde er dabei von Christian Rasch, Direktor Stuttgarter Hofbräu, und Heribert Meiers, (rechts) dem Wirt des Schlesinger, wo die Frühlingsfestbierprobe und der erste Fassanstich mit vielen Gästen stattfanden. "Mit einem leicht erhöhten Alkoholgehalt von 5,4 Promille ist es süffig, rund und vollendet gereift", lobte Direktor Rasch das neue Bier. Auch die Bierkönigin Katharina und die Bierprinzessin Corina waren dabei und stießen mit allen Beteiligten gemeinsam auf das kommende Frühlingsfest an, das am 17. April auf dem Cannstatter Wasen startet.
Orwell war da
Der Brite George Orwell ("Farm der Tiere"/1984), einer der wohl größten Autoren des 20. Jahrhunderts, war im April 1945, direkt nachdem die Stadt von französischen und amerikanischen Truppen übernommen wurde, als Kriegsreporter in
Stuttgart. Seit vielen Jahrzehnten war das Wissen über diesen Besuch, versteckt an verschiedenen Stellen in seinen eher unbekannten Texten, von niemandem wahrgenommen worden. Geoff Rodoreda, Lektor am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart, hat nun Orwells Aufenthalt in Stuttgart, 60 Jahre nach dem Tod des Autors, erstmals recherchiert. Orwell wohnte zwei bis drei Tage bei gutbürgerlichen Leuten in einem Stadtteil Stuttgarts. Orwell traf am Sonntag, 22. April 1945, mit amerikanischen Truppen in Bad Cannstatt ein. Am Vormittag des folgenden Tages besichtigte er mit dem amerikanischen Kommandanten die Stadt. Wahrscheinlich blieb Orwell bis zum 25. April 1945 in Stuttgart. Er schrieb: "I had entered the town to the sound of rifle, shots, and stray shots were still reverberating when I left two days later." (Ich traf in der Stadt unter dem Lärm von Gewehrschüssen ein, und als ich sie zwei Tage später verließ, gab es immer noch verirrte Schüsse.) Orwell hat das Chaos der ersten Stunden nach der Naziherrschaft dokumentiert. Er beobachtete, wie französische und amerikanische Kommandanten um die Herrschaft der Stadt
stritten, wie befreite politische Gefangene in die Stadt strömten, und berichtet über
Plünderungen.
Das hat gerockt
Gitarren, Drums und gute Stimmung prägten den Workshop bei "We Will Rock You" im Apollo Theater. Eine Vielzahl von Nachwuchsmusikern hatte sich für die einmalige Gelegenheit beworben, gemeinsam mit der Band von "We Will Rock You" Songs von Queen zu spielen, und die sieben Besten wurden von den Profimusikern ausgewählt und eingeladen.
Zur Einstimmung ging es als Erstes auf Entdeckungstour durch das Theater. Besondere Begeisterung rief die Besichtigung des Bandstands hervor, dem Arbeitsplatz der Musiker während der Show. Er befindet sich bei "We Will Rock You" in luftiger Höhe über der Bühne.
Marc Tritschler, der musikalische Leiter, beantwortete die vielen Fragen der Jugendlichen. Dann wurde endlich gerockt. Im Studio des Apollo Theaters lernten die Jungrocker viel über die Musik von Queen und studierten gemeinsam mit den Profis den Song "Hammer to Fall"ein. Eifrig wurden Tipps und Hinweise gegeben und von den Jungmusikern ausprobiert. "Die Jungs von der Band sind echt cool, und ich bin froh, dass ich mich beworben habe. Ich hätte echt was verpasst!", meinte Robin Klopfer. Nach über einer Stunde Jamsession gab es noch eine Überraschung. Die Hauptdarsteller Jessica Kessler und Alex Melcher schauten vorbei. Gemeinsam performten sie mit den Jugendlichen den einstudierten Song. Alle waren mit Begeisterung dabei, und die Zeit verging viel zu schnell.
Vampire verlängern
Die Stuttgarter haben ihre Vampire endlich wieder. Mittlerweile konnten über 200 000 Karten verkauft werden. Das ist absoluter Rekord, was den Kartenverkauf von Musicals in Stuttgart angeht. Wegen der großen Nachfrage verlängert Stage Entertainment die Spielzeit von "Tanz der Vampire" bis Januar 2011. Der Vorverkauf ist ab sofort bis September eröffnet. "Die Begeisterung des Publikums für dieses Musical ist einzigartig. Gerne kommen wir der großen Nachfrage nach. Das heißt: Endlich wieder Tickets für alle Vampirfans", so Unternehmenssprecher Stephan Jaekel. Ursprünglich war das Musical nur für sechs Monate geplant. "Tanz der Vampire" wurde in einer einmaligen Abstimmungsaktion vom Stuttgarter Publikum zurückgewählt. Fast zwei Wochen lang durfte über die Rückkehr eines Musicals abgestimmt werden. Mehr als 25 000 Musicalfans beteiligten sich an der Aktion. Zur Wahl standen alle neun Shows aus der 15-jährigen Stuttgarter Musical-Geschichte.
Bernd Ruof
18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 07:02 Uhr
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