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Weniger Gebäude, mehr Gemeindeleben

Kirchengemeinde stellt Konzeption vor - Zwei Kirchen werden aufgegeben
 

"Unser Ziel: Im Jahr 2017 soll unsere Gemeinde fit dastehen", sagte der geschäftsführende Feuerbacher Pfarrer Timmo Hertneck am 4. März bei der Vorstellung der "Gebäudekonzeption 2017". Mit "fit" meint er: "Eine Kirchengemeinde mit einladenden Gebäuden und Menschen." Und keine Gemeinde, die sich mit renovierungsbedürftigen Bauten in die Zukunft schleppt.

FEUERBACH

Von den aktuell vier Kirchengebäuden bleiben zwei erhalten: die alte Stadtkirche im Zentrum und die Gustav-Werner-Kirche im Wohngebiet. Die Lutherkirche im Dienstleistungszentrum "Burgenlandzentrum" und die Föhrichkirche werden zwischen 2012 und 2017 schrittweise aufgegeben. Noch ist offen, wie dies konkret geschieht. "Es ist nicht unser Interesse, mit dem Bagger vorzufahren. Wir hoffen, Kaufinteressenten zu finden, mit denen es passt", sagt der Kirchengemeinderatsvorsitzende Stefan Ripp. Auch die Gemeinderäume bei den wegfallenden Kirchen sollen aufgegeben werden. Stattdessen werden das Gemeindehaus bei der Stadtkirche und die Gemeinderäume in der Gustav-Werner-Kirche aufgewertet. "Wir werden in den verbleibenden Gemeindezentren intensiver zusammen leben und erkennbarer sein", erwartet Pfarrer Hertneck, der überzeugt ist: "Es ist klug, zu handeln, solange wir noch nicht mit dem Rücken an der Wand stehen. So können wir die Umstiegsphase aktiv gestalten."

Der Verlust von lieb gewonnenen Kirchenräumen ist vor allem für ältere Gemeindeglieder mit Trauer verbunden, sagt Pfarrer Hertneck. "Wir suchen mit diesen Menschen intensiv das Gespräch und schauen, dass wir sie mitnehmen in die Zukunft der Gemeinde." Ein Shuttlebus soll künftig den Weg zum Gottesdienst erleichtern. Stefan Ripp hat nachgemessen: "Es sind 600 Meter von der Föhrichkirche zur Gustav-Werner-Kirche. Diese Entfernung ist für die meisten Menschen zu bewältigen."

Die Verantwortlichen betonen: Die evangelische Kirche bleibt in den Feuerbacher Stadtteilen erhalten. Hertneck: "Es gehört zum Selbstverständnis der evangelischen Kirche, dass wir zum Wohl des ganzen Gemeinwesens da sind."

Deshalb werde das Ferienwaldheim erhalten, der alte Kindergarten soll zum modernen Evangelischen Familienhaus werden. Auch bei den Gottesdiensten geht die Kirchengemeinde neue Wege.

Sonntagmorgens sollen ein traditioneller Predigtgottesdienst und ein Gottesdienst mit modernen Formen angeboten werden, später am Tag ein "Gottesdienst für Langschläfer". Mit einem Gottesdienst unter der Woche sollen unter anderem Pendler angesprochen werden. red


18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 07:02 Uhr

 






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