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Vom Schlossmobiliar bis zum Steiff-Tier

2000 Objekte kommen bei Siebers "unter den Hammer"
 

Kommende Woche am 25./26. März wird im Auktionshaus Yves Siebers versteigert: 2000 Objekte sollen neue Besitzer finden, darunter Gemälde holländischer Meister, Inventar aus einem Schloss, drei Stofftiere, die Margarete Steiff persönlich in Händen hielt, hochwertige Modell-Eisenbahnen, Porzellan, Teppiche, Möbel oder Design aus dem 20. Jahrhundert.

Insgesamt 18 Warengruppen aus den Bereichen Kunst und Antiquitäten kommen "unter den Hammer".

Das Team des Auktionshauses ist zurzeit dabei, die gesammelten Schätze dekorativ in Szene zu setzen, denn von diesem Samstag bis Dienstag können sie vorab besichtigt werden.

Das Auktionshaus in der Augsburger Straße in Untertürkheim besteht zwar erst seit acht Jahren, hat sich aber bei Fachleuten und Sammlern schon einen Namen gemacht.

"Wir haben schon sehr schöne Objekte und Zuschläge erhalten", sagt Geschäftsführer und Auktionator Yves Siebers. Er achtet darauf, dass "ein gewisser Anspruch" erfüllt ist - das ist für ihn, der eine Schreinerlehre gemacht und dann Kunst studiert hat, auch ein Stück weit kultureller Auftrag.

Schwerpunkte des Hauses sind Kunst, altes Spielzeug und modernes Design.

Letzteres gewinnt immer mehr an Bedeutung: "Das ist die neue Sammlergeneration", sagt Yves Siebers.

Bezugsquelle sind in erster Linie Sammler und gehobene Nachlässe. Immer wieder arbeitet Siebers auch mit öffentlichen Institutionen zusammen.

So hat er zum Beispiel einen Teil der Stühle des Mainzer Rathauses versteigert: Die Sitzmöbel des bekannten Architekten und Designers Arne Jacobsen erzielten einen stattlichen Erlös, mit dem die Mainzer nun das verbleibende Inventar restaurieren können.

Bei der aktuellen Auktion ist dagegen Inventar aus Schloss Morstein im Hohenlohischen dabei: zum Beispiel Möbel, Gemälde, Glas, Keramik, aber auch seltene Bücher aus den vergangenen drei Jahrhunderten.

Wer die Sachen vorher anschauen will, kann das in den Auktionsräumen - die ehemalige Gipsfabrik mit ihren offenen Räumen über zwei Ebenen und den Holzbalken ist schon an sich sehr sehenswert.

Aber auch im Auktionskatalog und im Webkatalog auf der Homepage sind alle Stücke detailliert abgebildet. Nachfragen ist erlaubt, denn schließlich sollen auch Fernbieter, die per Internet oder während der Auktion am Telefon steigern, genau wissen, worauf sie sich einlassen: "Der Kunde bekommt wirklich alle Informationen, damit er auch bis an seine Grenze gehen kann." Der niedrigste Einstieg sind dieses Mal 25 Euro, nach oben gibt es natürlich keine Grenze.

Insgesamt finden jedes Jahr vier bis fünf Auktionen im Haus statt, darunter sind regelmäßig auch Spezialauktionen für Spielzeug.

Gerade für diesen Bereich sucht Siebers auch immer passende Objekte.


18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 07:02 Uhr

 






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