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Bei KZ-Gedenkstätte geht es reibungslos voran


Tiefbauarbeiten in vollem Gange
 

Auf dem Gelände der künftigen KZ-Gedenkstätte türmen sich Erdhügel und bereits jetzt ist zu erkennen, wo die einzelnen Elemente des Denkmals stehen werden.
 

BERNHAUSEN

Albrecht Weckmann von der Kunstschule Filderstadt ist froh über den planmäßigen Baufortschritt: "Die Tiefbauarbeiten konnten pünktlich beginnen, jetzt geht alles reibungslos voran." Bagger haben schon die Gräben ausgehoben, in welche dann bald Fundamente für die insgesamt neun Betonelemente des Denkmals eingebracht werden können. Rund 200 Kubikmeter Erde mussten dafür bewegt werden, laut Weckmann war den Arbeitern hierbei die kalte Witterung sogar gerade recht, da sie nicht mit Schlamm zu kämpfen hatten.

Künftig soll die Gedenkstätte am Rande des Stuttgarter Flughafens an 600 jüdische Häftlinge des KZ-Außenlagers Echterdingen erinnern. Von November 1944 bis Januar 1945 waren diese Menschen hier in einem der Hangar untergebracht und mussten Zwangsarbeit für Reparaturen am Flughafen leisten. 119 von ihnen starben an Hunger, Kälte und Entkräftung.

Bei Bauarbeiten zur Erweiterung des Flughafens wurden im Herbst 2005 die sterblichen Überreste von 34 Häftlingen entdeckt und nach der Exhumierung nach jüdischem Ritual wieder am Fundort bestattet.

Wie das Filder Wochenblatt berichtete, stammt der Entwurf für das Mahnmal von der Künstlerin Dagmar Pachtner aus Landshut. Die Realisierung des Projekts teilen sich die Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen. Die Eröffnung der Gedenkstätte "Wege der Erinnerung" ist für den 8. Juni geplant. "Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Termin halten können", sagt Albrecht Weckmann, der zu den Initiatoren des Denkmals gehört und das Vorhaben von Anfang an begleitet.


pn

18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 15:39 Uhr

 






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