Entstehung und Therapie
Glaukom-Informationstag am 20. März im Katharinenhospital
Ein Glaukom ist die zweithäufigste Ursache einer Erblindung in den Industriestaaten. Dies betrifft gegenwärtig 1500 bis 2000 Menschen pro Jahr allein in Deutschland. Mit steigendem Lebensalter steigt auch das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken. Die Frühstadien werden von den Betroffenen nicht wahrgenommen - vergleichbar der Problematik eines erhöhten Blutdrucks. Viele Erkrankte werden zu spät diagnostiziert, vielfach erst dann, wenn irreparable Schäden aufgetreten sind.
Derzeit wird von etwa 500 000 bekannten Glaukompatienten in Deutschland ausgegangen, unter Berücksichtigung der unerkannten Glaukome dürften es jedoch etwa 1,5 Millionen sein.
Als Ursache des am häufigsten auftretenden Offenwinkelglaukoms wird ein Missverhältnis von Augeninnendruck und Durchblutung der Sehnerven angesehen. Dies führt zu einem kontinuierlichen Verlust von Sehnervenfasern mit der Entwicklung charakteristischer Gesichtsfeldausfälle und im Endstadium zur Erblindung des Auges. Doch mit entsprechender medikamentöser oder gegebenenfalls operativer Therapie ist ein Stillstand der Sehnervenschädigung zu erreichen.
Die Selbsthilfegruppe Glaukom für die Region Stuttgart lädt für den 20. März um 10.30 Uhr, zu ihrem 4. Glaukom-Informationstag in den Konferenzraum des Dienstleistungszentrums im Klinikum Stuttgart (Sattlerstaße 25, oberhalb des Kathrinenhospitals) ein. Es referiert Dr. Hans-Peter Necker, Leitender Oberarzt der Augenklinik des Katharinenhospitals, über den Entstehungsmechanismus des Glaukoms und erläutert anhand von Videos insbesondere operative Therapiemöglichkeiten. Es besteht Gelegenheit zu Fragen und Diskussion. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung unter Tel. 07142 / 53573.
18.03.2010 - aktualisiert: 18.03.2010 07:05 Uhr