"2010 wird unser Jahr!"
Serie (1): Die Band Audiotest fängt klein an, hat aber Großes vor
Rebecca Anna Fritzsche
WEILIMDORF
Sowohl Sebastian wie auch Gerrit haben schon in der Kindheit angefangen, Instrumente zu spielen. "Eigentlich wollte ich zuerst Schlagzeug lernen", erzählt Sebastian "Das fand meine Mutter nicht so toll - also hat sie mich überredet, es mit Gitarre zu versuchen." Das habe ihm dann so gut gefallen, dass er dabei geblieben sei. "Ich war da hartnäckiger", lacht Gerrit. "Ich habe darauf bestanden, Schlagzeug zu lernen." Gerrits Mutter habe jedoch eine Bedingung gestellt: "Die Kirchenband hat einen Schlagzeuger gesucht. Meine Mutter meinte, wenn ich in der Kirchenband spiele, bekomme ich auch ein Schlagzeug."
In der Kirchenband traf dann Gerrit auf Sebastian, der als Gitarrist anfing. Sie kannten sich schon aus der Schule, begannen aber von da an, nur zu zweit zu proben, herumzuprobieren und zu spielen. Irgendwann wuchsen die beiden aus der Kirchenband heraus: "Wir wussten, dass wir zusammen spielen wollten, dass wir etwas Eigenes machen wollten, mit eigenen Liedern", so Sebastian.
Die Band, die sie damals gründeten, ging durch verschiedene Metamorphosen und verschiedene Mitgliederkonstellationen, bis Sebastian und Gerrit 2008 beschlossen, nur zu zweit als "Audiotest" weiterzumachen. Ihre Musikrichtung ist am ehesten mit Rock zu beschreiben, außerdem zählen sie die Ärzte und Rammstein, aber auch Johnny Cash oder die Beatles zu ihren wichtigsten Einflüssen. Den Prozess des Songschreibens beschreiben der Lkw-Motorentwickler bei Daimler und der angehende Arbeitserzieher so: "Beim Proben entwickelt sich ein Riff, oder ein Stück einer Melodie, und daran machen wir dann so lange herum, bis wir ein Lied haben. Bei uns kommt immer zuerst die Musik, und wenn die fertig ist, setzen wir den Text obendrauf", beschreibt es Sebastian.
Sogar professionelle Studioaufnahmen haben sie bereits gemacht, Ende April geht es erneut ins Studio, um neue Songs aufzunehmen. "Das ist leider auch immer eine Geldfrage", gibt Gerrit zu. Trotzdem sei es notwendig, erklärt Sebastian: "Alles ist mittlerweile sehr professionalisiert. Jeder Veranstalter, egal wie groß oder klein, will offizielle Bandfotos und eine Demo-CD haben, bevor er sich entscheidet, ob er dich buchen will." Einen ersten Erfolg haben "Audiotest" aber schon errungen: Beim Stagedive-Festival im Bürgerhaus Botnang haben sie es ins Finale geschafft und werden am 8. Mai gegen fünf andere lokale Bands antreten. "Das wäre unglaublich toll, wenn wir das gewinnen würden", sagt Gerrit. Denn: Die Gewinner werden am 31. August auf dem Umsonst-und-Draußen-Festival im August auftreten. Außerdem haben sie sich für den Bandförderpreis "Play Live" des Popbüros beworben. "2010 wird unser Jahr."
08.04.2010 - aktualisiert: 08.04.2010 07:00 Uhr