Frische Luft ins Klassenzimmer
Auschule bekommt neue Fenster - Weitere Schulsanierungen auf Warteliste
Von Karin Ait Atmane
UNTERTÜRKHEIM
Die noch nicht ausgetauschten Fenster der Auschule sind so alt wie das Gebäude selbst, dessen Baubeginn 1972 war. Bei vielen sei der Zustand "sehr desolat", sagt Schulleiterin Tamara Grupp. Manche können nicht mehr geöffnet werden, weil sie stark verzogen sind.
Andere wurden dagegen sogar vom Wind aufgedrückt, so dass man sie vorsichtshalber zugeschraubt hat.
Im Zuge der Brandverhütungsschau rückten die baulichen Mängel in den Fokus und der Umwelt- und Technikausschuss des Gemeinderates hat der schnellen Abhilfe zugestimmt und 350 000 Euro bewilligt.
Neben dem Austausch der Fenster geht es um den Einbau von Brandschutzelementen zwischen verschiedenen Gebäudeteilen, außerdem bekommen einige Klassenräume eine neue Beleuchtung. In den Sommerferien soll das alles über die Bühne gehen, die Ausschreibung der Arbeiten ist bereits erfolgt.
Die Sanierung von Schulen ist einer der Schwerpunkte der Stadt in den kommenden Jahren, auch deshalb, weil sich viele notwendige Arbeiten angestaut haben.
Insgesamt 100 Millionen Euro sollen im Doppelhaushalt 2010/11 dafür investiert werden. Ein externes Büro hat den Auftrag, sämtliche Schulgebäude zu begutachten und dann eine Prioritätsliste zu erstellen, an der sich der Gemeinderat orientieren will. Von dieser Liste hängt ab, wie schnell die jeweilige Schule drankommt.
In den Oberen Neckarvororten haben vor allem die Pavillons Mängel.
Derjenige der Wilhelmsschule ist bereits abgerissen und an seiner Stelle entsteht derzeit ein neuer.
Ebenfalls Sanierungsbedarf hat der Pavillon der Luginslandschule wie auch die beiden von Lindenrealschule und Wirtemberg-Gymnasium, die durch einen gemeinsam genutzten Neubau ersetzt werden sollen.
10.06.2010 - aktualisiert: 10.06.2010 07:03 Uhr