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Am PGH leckt es am meisten

Schimmelbefall im Büchermagazin im PGH.

Schulen aus Degerloch, Plieningen und Birkach berichten über ihre bauliche Situation
 

Die Stadt hat ein Sanierungsprogramm für Schulen auf den Weg gebracht, in dem Geld für dringende Sanierungsfälle zur Verfügung gestellt werden soll. In den Stadtbezirken Degerloch und Birkach-Plieningen fällt der Gesamtzustand der Schulen unterschiedlich aus.
 

DEGERLOCH/BIRKACH-PLIENINGEN

100 Millionen Euro werden für die kommenden vier Jahre von der Stadt für Schulsanierungen bereit gestellt. Ein externer Gutachter wurde beauftragt, den baulichen Zustand in allen 168 städtischen Schulen bis nach der Sommerpause durch Begehungen zu erfassen. Dringende Fälle sollen so in das Sonderprogramm aufgenommen werden. ie Filderschule und die Fritz-Leonhardt-Realschule sehen bei sich selbst keinen dringenden Sanierungsbedarf. "Natürlich wären kleinere Baumaßnahmen wünschenswert", sagt Sabine Nafe, Rektorin der Filderschule. Doch ob sie deswegen in das Programm kommt, weiß sie nicht. Karin Grafmüller von der Fritz-Leonhardt-Realschule hofft dagegen auf die Aufnahme ins Paket. "Auch wenn sie noch funktionieren, sind unsere Toiletten aus den 50ern. Leider müssen Schüler fast schon etwas kaputt schlagen, bis man was bekommt."Auch in Birkach sei laut Schulleiter Wolfgang Merkle die Situation "okay", dennoch wären neue Geräteräume und vor allem Fenster, die keinen so hohen Wärmeverlust haben, wünschenswert, "doch man muss auch Realist bleiben", sagt er. Als ganz dringende Sanierungsfälle empfindet Edith Kühnle-Wick von der Albschule ihre Toilettenanlagen. "Die sind über 50 Jahre alt und riechen dementsprechend." Außerdem sei der Schulhof ganz schön rampuniert, durch Baustellenfahrzeuge, die beim Bau eines immerhin neuen Pavillons zum Einsatz kamen. Die bereits genehmigte Schulhofsanierung wurde allerdings aufgeschoben. Die beiden Gymnasien in den zwei Bezirken sind momentan die Sorgenkinder. Das Wilhelms-Gymnasium in Degerloch brauche laut Rektor Wolfgang Funk dringend neue Abwasser- und Heizungsleitungen. "Das wäre der größte Brocken bei uns", teilt er mit. Darüber hinaus müsste man aus Altersgründen die Folie auf dem Flachdach erneuern und vor allem die Mädchentoiletten aus den 60er-Jahren sanieren. "Die Schülerinnen der SMV kommen häufig zu mir und beklagen sich darüber. Doch bislang konnten wir nicht mehr tun als streichen. Das ist aber alles nur Flickschusterei."

So geht es auch dem Paracelsus-Gymnasium in Plieningen. Hier leckt es wohl am meisten. Im Chemieraum dringt seit über zehn Jahren Feuchtigkeit ein, da das Wasser auf dem darüber liegenden Flachdach nicht abläuft. Der Boden war mehrmals überschwemmt, einige Wasserschäden an der Decke besserte der Hausmeister Ulf Große selbst aus. Doch die schwarzen, kreisförmigen Flecken in den Ecken kann sich keiner erklären. "Die haben sich mit der Zeit ausgebreitet", sagt Große, der seit zehn Jahren am PGH ist. Der Flur im R-Geschoss ist regelmäßig überschwemmt. Eine Wand im Magazin, in dem die Schulbücher gelagert werden, ist übersät von Schimmel. Und in dem Lagerraum hinter dem Verkaufsstand hält man den starken Modergeruch kaum fünf Minuten aus. Dass es das Plieninger Gymnasium in das Sonderprogramm schafft, wäre für alle wünschenswert.


lil

16.06.2010 - aktualisiert: 16.06.2010 19:41 Uhr

 






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