Wie soll man hier noch Sport ausüben?
Dillmann-Gymnasium muss saniert werden: Turnhalle in schlechtem Zustand
S-WEST
Es ist in die Jahre gekommen. Das sieht man dem Dillmann-Gymnasium deutlich an.
Vor allem die Turnhalle lässt zu wünschen übrig. Nach starken Regenfällen im Dezember 2008 wurde der Druck zu groß, das Flachdach gab nach und das Wasser tropfte von oben auf den Boden. "Wir mussten während des Sportunterrichts Eimer aufstellen, um das Wasser aufzufangen," erinnert sich Schulleiter Manfred Birk zurück. Da Gips herunter fiel, wurde die Decke aufgeschlagen und Netzbahnen darunter aufgespannt.
Doch der Sportunterricht musste hier trotzdem stattfinden. "Es war eine Zumutung, unter welchen Bedingungen die Schüler hier Sport machen mussten. Im Winter bei fünf Grad. Doch andere Hallen, die man uns als Alternativen angeboten hatte, waren einfach zu weit weg", so Manfred Birk.
Die Schüler mussten während des Sportunterrichts den Eimern ausweichen. Und nicht nur die Schüler waren und sind auf die Halle angewiesen: Auch viele umliegende Vereine und Schulen nutzen täglich weiterhin die Räume.
Doch damit nicht genug: Auch die Umkleideräume der Schüler sind seitdem eine Zumutung. In der Mädchenumkleidekabine ist das Dach auch noch nicht dicht, das Wasser tropft noch immer vor der Decke. "Wir fangen es momentan über ein Windsurfsegel auf, welches das Wasser in die Dusche leitet", erklärt Manfred Birk.
Nun ziehen sich die Mädchen in den Umkleide der Jungen um.
Diese sind dafür eine Etage tiefer ins Foyer umgezogen. Auch hier ist die Deckenverkleidung schon mal abgestürzt, die Leitungen liegen offen. "Das alles ist kein Zustand und belastet den Unterrichtsbetrieb. Wir wissen auch nicht, wie es mit Schimmel hier aussieht." Die Turnhalle soll nun mit zwei Millionen Euro während der nächsten drei Jahre saniert werden.
Doch nicht nur die Turnhalle, auch andere Teile des Baus sind in die Jahre gekommen: Das Dach der Schule nennt Manfred Birk "das Flickwerk der letzten Jahrzehnte", eine Renovierung der Toiletten ist auch unumgänglich. "Lehrer, Eltern und Schüler haben schon zwei Mal alle Klassenzimmer renoviert und damit genug in Eigenleistung für die Schule getan. Es ist klar, dass die Versäumnisse in der Vergangenheit liegen und dass das Gebäude nicht einfach zu renovieren ist wegen des Denkmalschutzes. Aber jetzt muss die Stadt einfach mal handeln."
17.06.2010 - aktualisiert: 17.06.2010 13:17 Uhr