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Zum Nase-Zuhalten!


Die Franz-Schubert-Schule wartet schon lange auf neue Toiletten
 

In der Reihe "Sechs, setzen!" behandelt das Wochenblatt in loser Reihenfolge Schulen, an denen dringend Renovierungsarbeiten nötig sind. Heute: Die Franz-Schubert-Schule in Botnang. Aus den 1960er Jahren sind die Schultoiletten wohl, so schätzt es Schulhausmeister Bayram Kaya. "Es ist eben alte Bausubstanz", sagt Rektorin Edith Scheck. "Da kann man soviel putzen, wie man will."
 

BOTNANG

Beim Eintreten in die Jungentoiletten riecht man es beinahe sofort: Die sogenannte Pissrinne ist eine ungeschickte Konstruktion; es fließt kein Wasser darin, es kann also nicht gespült werden - ergo der Gestank. "Das ist besonders unschön, weil direkt neben der Jungentoilette der Eingang zum Speisesaal der Tagesbetreuung ist", erklärt Edith Scheck. "Den Geruch in der Nase zu haben, wenn man zum Essen geht - das ist unangenehm." Aber obwohl alles sauber geputzt ist, sieht man auch dem Rest der Toiletten ihr Alter an - beispielsweise haben die Trennwände angefangen zu rosten. "Manche Kinder gehen hier einfach nicht zur Toilette, weil es so schlimm riecht", weiß Edith Scheck.

"Dabei wollen wir doch, dass sich die Kinder hier wohlfühlen."

In den 16 Jahren, die Scheck an der Schule ist, ist zwar immer mal wieder gestrichen worden - aber mehr wurde nie gemacht. "Sogar die Eltern von Schülern, die jetzt hier zur Schule gehen, können sich erinnern, dass die Toiletten zu ihrer Schulzeit schon ein Problem waren", erzählt Bayram Kaya.

Vor zwei Jahren war sogar schon die Zustimmung der Stadt da, die Toiletten zu sanieren, und Scheck gab die Pläne an die Eltern weiter. In letzter Minute kam dann doch wieder die Nachricht, dass das Vorhaben wieder zurückgestellt wurde.

"Ich kann es ja nachvollziehen, dass andere Bauvorhaben an Stuttgarter Schulen dringender sind", sagt Edith Scheck. "Wenn etwa Asbest gefunden wird, dann muss das natürlich sofort erledigt werden." Die Stadt sage, sie gehe nach Prioritäten, so Scheck: "Aber für uns ist es dringlich." Gerade nachdem der Rest des Schulhauses so schön in Schuss gehalten werde, sei es schade, dass einem gleich der schlechte Geruch in die Nase steige, sobald man die Schule betrete. Scheck hat im Rahmen des diesjährigen Botnanger Kinderforums, bei dem die Toiletten ebenfalls ein Thema waren, die Patenschaft für die Sanierung übernommen - trotzdem ist sie natürlich nicht die entscheidende Gewalt, sondern kann nur immer wieder bei der Stadt nachfragen.

In den Sommerferien wird die Schule auf den neuesten Stand der Brandschutzvorschriften gebracht. Für neue Toiletten gibt es keinen Termin.

Edith Scheck hofft, es wird vor dem Jahr 2012 geschehen - dann feiert die Franz-Schubert-Schule nämlich ihr hundertjähriges Jubiläum.


fri

24.06.2010 - aktualisiert: 24.06.2010 12:35 Uhr

 






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