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Schlappe für Wölfle

Foto: Eppler

Seit vergangenen Donnerstag hat sich der politische Graben, der sich nach der Gemeinderatswahl im Juni 2009 geöffnet hat, weiter vertieft. Grund: Der Grünen-Kandidat Werner Wölfle verlor gegen Isabel Fezer (FDP) bei der Wahl zum Sozialbürgermeister. Daraufhin kündigten die Grünen tags darauf eine härtere politische Gangart an, nicht zuletzt gegenüber der CDU und ihrem Fraktionsvorsitzenden Fred Stradinger.
 

Tatsache ist, dass Wölfle zu blauäugig in die Wahl gegangen ist, sich nicht einmal vorstellen konnte, dass jemand aus dem linken Block von Grünen, SPD, Linke und SÖS ihm die Gefolgschaft verweigern könnte. Obwohl seine Vorstellung vor dem Gemeinderat ihn als den kompetenteren Kandidaten, der mit Herzblut das Amt anstrebte, auswies, genutzt hat es nichts, denn die Weichen waren von der Gegenseite bereits gestellt.

Trotzdem will er nicht nach dem Abweichler in den eigenen Reihen suchen. Die Schlappe für Wölfle ist schmerzlich, das stand ihm am Freitag noch ins Gesicht geschrieben.

Ob dieser Triumph von CDU, Freien Wählern und FDP nicht zum Pyrrhussieg wird, ist nicht von der Hand zu weisen, denn Möglichkeiten ihre neue Position als stärkste Fraktion im Rat auszuspielen haben die Grünen genug. Dass sie im nächsten Jahr den zur Wahl anstehenden CDU-Finanzbürgermeister Michael Föll nicht so einfach aus dem Sattel heben können, dürfte ihnen klar sein, aber die Fronten werden härter und der Hinweis der CDU, die Grünen mögen zur konstruktiven Zusammenarbeit zurückkehren, wird wohl nicht auf fruchtbaren Boden fallen.

Ausgetragen wird die "neue politische Kulur" auf dem Rücken der Wähler.


Bernd Ruof

22.07.2010 - aktualisiert: 22.07.2010 12:42 Uhr

 






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