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2. Anlauf Runder Tisch?

Der Runde Tisch wurde von den Gegnern von Stuttgart 21 vorige Woche abgesagt. Sollte es einen neuen Anlauf geben, wieder miteinander zu reden und sollte dies ohne Vorbedingungen geschehen oder nur bei einem Baustopp?

 
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Stuttgart21 als Dauerthema

Nordflügel des Bahnhofs besetzt - ICE-Strecke wird teurer - Studie veröffentlicht
 

Ein Presse-Sommerloch wird es in Stuttgart in diesem Jahr definitiv nicht geben, dafür sorgt die immer härter geführte Diskussion um Stuttgart 21. In dieser Woche kulminierten die Ereignisse.

Bernd Ruof

Während der regulären Montagsdemonstration besetzten 55 Stuttgart-21-Gegner den Nordflügel, der im August abgerissen werden soll, darunter auch der SÖS-Stadtradt Hannes Rockenbauch. Spät am Abend räumte die Polizei das Gebäude von den Besetzern. Diesen droht nun ein Strafverfahren. Am Dienstagvormittag stellten der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Fahrgastverband Pro Bahn und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine als geheim eingestufte Studie vor, die vom Züricher Verkehrsbüro SMA erstellt und von den S-21-Befürwortern in Auftrag gegeben worden war. Klaus Arnoldi vom VCD sieht sich bestätigt, dass S 21 ein rein politisches und städtebauliches Projekt ist, aber die Verkehrsprobleme durch den Durchgangsbahnhof nicht gelöst würden. Die Studie belege Konflikte zwischen ICE und Regionalverkehr, auch der S-Bahn-Verkehr werde in Mitleidenschaft gezogen.

Am Dienstagnachmittag leistete dann die Deutsche Bahn einen "Offenbarungseid". Laut Bahnchef Rüdiger Grube kostet die geplante ICE-Trasse zwischen Wendlingen und Ulm 865 Millionen Euro mehr und steigt somit auf 2,9 Milliarden Euro. Begründet wird dies mit inflationsbedingten Steigerungen (200 Mio. Euro) und höheren Kosten für Tunnel- und Brückenbauten. Aufkommen für die Mehrkosten soll allein der Bund.

Siehe auch Kommentar S. 19.


29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 07:00 Uhr

 






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