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Ein Café in der Nähe der Toiletten?


Neues Tagescafé am Feuersee angedacht - Zustimmung im Bezirksbeirat
 

Im Bezirksbeirat West stand vor kurzem das Thema Tagescafé am Feuersee auf der Tagesordnung. Michael Helmstädter, unter anderem für das Café Künstlerbund am Schlossplatz verantwortlich hat den Bezirksbeiräten sein Konzept vorgestellt.
 

S-MITTE/WEST

Für sein Pavillon mit Außensitzbereich möchte er gerne einen Vertrag über drei Jahre bekommen. Die etwas dunkle Gegend, rechts vom Toilettenhäuschen, schreckt ihn nicht ab.

Ein Tagescafé mit Eis, Kuchen, Suppe, Tagesgerichten - das könnte am Feuersee bald Wirklichkeit werden. Gastronom Michael Helmstädter hat seine Ideen vor kurzem im Bezirksbeirat vorgestellt. Und stieß weitestgehend auf Zustimmung.

Der Gastronom will das Café von seinem Betrieb in der Rotebühlstraße aus beliefern. Seiner Meinung nach lohne sich die Investition zum Umbau eines Verkaufscontainers nur, wenn der Vertrag mindestens drei Jahre gelte. Auch ein Verkauf der Produkte an Passanten ist angedacht, jedoch wird auf Wunsch des Bezirksbeirats kein Alkohol im Straßenverkauf erhältlich sein.

Das Café mit dem Namen "Fräulein Schmid" soll in der Nähe des Toilettenhauses platziert werden. Bezirksbeirat Gerhard Bock warf bei der Sitzung die Frage nach der nach der optischen Erscheinung des Toilettenhauses und der Müllentsorgung beim Straßenverkauf auf. Bezirksbeirat Rolf-Peter H. Kress sagte, dass es für seine Fraktion auch heute jetzt nicht vorstellbar sei, dass sich Gäste in der Nähe dieser Toilette niederließen. Zudem sei damit zu rechnen, dass nachts Gegenstände beschädigt oder entfernt würden. Er erinnere an frühere Ideen, die Toilettenanlage ganz zu schließen. Es sollte außerdem festgeschrieben werden, dass während der Vereinsfeste am Feuersee das Tagescafé geschlossen bleibe. Dies war auch die Meinung von Joachim Engler, Präsident der Gesellschaft Zigeunerinsel.

Michael Helmstädter ließ wissen, dass nach seinen Erfahrungen in Esslingen in einer vergleichbaren Situation davon ausgegangen werden könne, dass eine besser gepflegte Umgebung sich auch positiv auf die sich dort aufhaltenden Menschen auswirke. Wichtig wäre zunächst, die Fassade des Toilettenhäuschens zu streichen. Die erforderlichen Absprachen mit der Stadtverwaltung werde er treffen und sich um die erforderlichen Stromanschlüsse und Mülltonnen kümmern.

Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle fasste abschließend zusammen, dass der Bezirksbeirat das von Michael Helmstädter vorgestellte Konzept begrüße.

Abweichend von dem Ausschreibungstext soll der Vertrag auf drei Jahre geschlossen werden. Ein Straßenverkauf sei außer für alkoholische Getränke möglich. Bei der Möblierung sollten Werbebeschriftungen möglichst zurückhaltend ausfallen.


aro

29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 11:00 Uhr

 






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