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Ehemalige Fabrikareale sind die Knackpunkte

Erste Bürgerversammlung in Feuerbach seit sieben Jahren
 

Eines war ganz offensichtlich: Die Feuerbacher sind sehr interessiert an dem, was in ihrem Stadtteil passiert. Trotz Biergartenwetter kamen sie in Scharen in der vergangenen Woche zur Bürgerversammlung in die Festhalle - es mussten noch zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden, so groß war der Zulauf.

Rebecca Anna Fritzsche

FEUERBACH

Viele der Anliegen, die von den Feuerbacher Bürgern vorgetragen wurden, sind gar nicht neu: Die Elternbeiratsvorsitzenden von Leibnizgymnasium und Neuem Gymnasium baten um längst überfällige Sanierungen von Toiletten und Fenstern, eine Seniorenbeirätin um einen Aufzug am Feuerbacher Bahnhof, um das barrierefreie Erreichen aller Gleise zu ermöglichen. Otto Fischer, Schulleiter des Leibnizgymnasiums, erwähnte die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle, einer Schulmensa und von Schulsozialarbeit auch an weiterführenden Schulen. Die ab September stark gekürzten Öffnungszeiten des Hallenbades wurden bemängelt, außerdem fand eine Fragestellerin: "Das Postgebäude am Bahnhof ist so hässlich, kann man da nicht etwas machen?" Generell ließ sich heraushören, dass viele Anliegen der Stadt schon seit Jahren bekannt sind, und dass trotzdem nichts passiert ist, sei es aus Geldmangel oder Planungsschwierigkeiten. Bezirksvorsteherin Andrea Klöber erwähnte in ihrer Begrüßung, dass auch die Festhalle eine Sanierung brauche, die letzte sei schon 30 Jahre her. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster antwortete zu wenig begeistertem Gejohle im Saal: "Die Festhalle tut"s noch - zumindest habe ich jetzt keinen Scheck dabei."

Beim Problem der brachliegenden Feuerbacher Fabrikareale zog Schuster das positive Beispiel des Roserareals heran, bei dem die gelungene Verwandlung in Laden- und Gastronomieflächen geglückt sei. Das Fahrionareal soll in Angriff genommen werden, eine Sportanlage sei geplant, dazu Baubürgermeister Matthias Hahn: "Das größte Problem mit dem Fahrionareal ist, dass es der Stadt nicht gehört." Briefe an den Eigentümer seien jedoch schon verschickt worden.

Das Schochareal nannte Schuster einen "sensiblen Punkt für Feuerbach", und sagte: "Diejenigen, die es gekauft haben, sind im Rechtsstreit mit uns, aber wir sind sicher, dass es bald losgeht." Die Frage von Gerhard Zeeb, dem Vorsitzenden des Bürgervereins, was die Stadt denn von den überarbeiteten Bauplänen Jens Loewes halte (wir berichteten), wurde weder von Schuster noch von Hahn beantwortet. Jens Loewe, der anwesend war, war enttäuscht: "Wir haben die neuen Pläne der Stadt zukommen lassen, ich weiß nicht, warum sie nicht reagiert."

Nach dem Ende der Bürgerversammlung wurden Jens Loewe und Matthias Hahn im Gespräch gesichtet, es bleibt also zu hoffen, dass die notwendigen Gespräche nun stattfinden können.


29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 07:02 Uhr

 






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