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Darf's noch etwas Karotte sein?


Future 4 Kids startet neue Frühstücksinitiative für Kita-Kinder
 

Dass es Kinder gibt, die morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehen, ja, oft nicht einmal wissen, ob sie Tomaten oder Karotten mögen, weil sie sie noch nie gegessen haben, das ist eine Wahrheit, der man ins Gesicht sehen muss. Der Verein Future 4 Kids hat sich ihr angenommen.
 

GIEBEL

"Der Verein hat das Ziel, bedürftigen Kindern zu helfen", sagt Christel Bernard von Future 4 Kids. Vor einigen Wochen hat der Verein nun die Initiative "Gesundes Frühstück" gestartet, dabei wurden Paten gesucht, deren Sponsorengelder ausgewählten Kindertagesstätten ermöglichen würden, den Kindern ein Jahr lang ein kostenloses, gesundes Frühstück anzubieten.

Um das Projekt offiziell zu starten, hat der Verein in die Kindertagesstätte Sandbuckel in Giebel geladen. Es ist unerträglich heiß, und die geladenen Gäste schwitzen unter den Sonnenschirmen, die im Garten aufgestellt worden sind.

Einzig unerschrocken sind die Kita-Kinder, die trotz Hitze und der vielen fremden Menschen munter herumtoben, im Sandkasten schaufeln oder auf die Schaukeln klettern. "Eine Zukunft für Kinder wollen wir aufbauen", erklärt Vereinsvorstand und Gründer Tim Höchel. Jetzt seien zehn Paten gefunden, demzufolge erhielten zehn Kitas Gelder, um das gesunde Frühstück zu finanzieren.

Cornelia Rieker, die Leiterin der Kita Sandbuckel, beschreibt den Ablauf: "Die Kinder werden in alles mit einbezogen. Sie überprüfen mit uns den Kühlschrank, was vorhanden ist und was eingekauft werden muss. Sie gehen mit uns einkaufen, helfen beim Gemüseputzen, Kleinschneiden und Brote schmieren."

Dabei lernten die Kinder eben auch bisher unbekannte Lebensmittel kennen, die zuhause nicht auf dem Speiseplan stünden.

Sozialministerin Monika Stolz, die gekommen ist, um das Projekt einzuweihen, lobt die Tätigkeiten des Vereins: "Das bürgerschaftliche Engagement ist im Land stark ausgeprägt." Kindergesundheit sei ein wichtiges Thema, denn: "Bei Einschulungsuntersuchungen haben wir festgestellt, dass viele Kinder übergewichtig sind." Fastfood, süße Getränke und das ständige Sitzen vor dem Fernseher seien die Ursachen dafür.

"Deshalb", so Stolz, "ist es wichtig, dass Kinder früh lernen, was gesund ist und lecker schmeckt." Nach der Überreichung der Patenurkunden gab es gesundes Fingerfoodessen, also etwa verschiedene Salate im Becher, Karotten- und Gurkenlutscher und Melone am Stiel.


fri

29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 11:04 Uhr

 






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