
Winterschlussverkauf
Schockiert über Brandstiftung
Ein Klettergerüst an der Grundschule Birkach wurde abgefackelt
Lidija Lenic
BIRKACH
In der Nacht zum Donnerstag, 22. Juni, wurden Polizei und Feuerwehr gegen vier Uhr zu einem Brand in Birkach gerufen. Auch einen Tag nach dem Feuer auf dem Birkacher Schulhof riecht es immer noch verbrannt. Schwarzer Ruß bedeckt vollständig die wenigen dicken Baumstämme, die noch im von der Polizei abgesperrten Bereich liegen. Von dem Kletterturm und dem Holzhäuschen ist nichts mehr zu sehen. Bauarbeiter haben die verkohlten Überreste des einstigen Spielgeräts am Tag zuvor entsorgt. Eine Schar spielender Kinder kommt in der Pause zum Tatort. Sie haben das Bedürfnis etwas los zu werden: "Ja, wir haben immer darauf gespielt und finden das echt scheiße, was passiert ist." Nicht nur sie, sondern auch die Schulverantwortlichen hoffen nun, dass ihr Klettergerüst wieder aufgebaut wird. Auf dem Schulfest vergangenen Samstag drückte Schulleiter Wolfgang Merkle sein Bedauern aus: "Ich bin sehr traurig, dass es Brandstiftung war", sagte er. Außerdem informierte er darüber, dass das Spielgerät aus extra schwer entflammbarem Holz gebaut wurde. Eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein Streichholz reichen also nicht aus, um die dicken Stämme zu entflammen.
Die Polizei bestätigt dies. "Es schaut danach aus, als wäre Brandbeschleuniger benutzt worden", sagt Polizeisprecherin Viola Dierenbach. Neben dem Holzhäuschen und dem Kletterturm sind auch drei Bäume, unter dem diese standen, angebrannt. Der oder die Täter haben am Tatort nichts hinterlassen. Die Ermittlungen laufen noch.
Nach ersten Berechnungen beläuft sich der Gesamtschaden auf 20 000 Euro. Allein 18 000 Euro davon war das Spielgerät wert. Nach Auskunft des Schulverwaltungsamtes sei noch nicht klar, ob das Klettergerüst versichert sei, da normalerweise eine Versicherung nur die Schäden an Gebäuden decke.
Was den Wiederaufbau angeht, könne man laut eines Vertreters des Schulverwaltungsamtes noch nichts genaueres sagen. "Die Mittel sind disponiert, so dass wir in der Form nicht so schnell Reserven zur Verfügung stellen können." Aber es werde geprüft, ob das Gerüst ersetzt wird. Ein Wiederaufbau in diesem Jahr scheint aber eher unwahrscheinlich zu sein.
29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 07:02 Uhr
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