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Das Ende der Felgenklemmer

Arbeitskreis Radfahren legt Prioritätenliste vor
 

Immer wieder einmal ist die Radinfrastruktur der Stadt seit den 1990er Jahren vorangetrieben worden - bis das Konzept 2009 wegen der finanziell angespannten Haushaltskasse erst unter die Räder kam, und dann neu aufgestellt worden ist. Der Arbeitskreis "Radfahren in Ostfildern" hat jetzt die Ergebnisse seiner zweijährigen Arbeit vorgelegt.

OSTFILDERN

Insgesamt fünf Mal haben sich passionierte Radler, Vertreter aus dem Gemeinderat und Verwaltungsmitarbeiter an einen Tisch gesetzt, und die Möglichkeiten weiterer Verbesserungen für die Radler ausgelotet. Obenan steht der Ausbau des Höfelbachwegs mit veranschlagten Kosten in Höhe von 48 000 Euro.

Ebenso mit höchster Priorität versehen worden sind der Ausbau des Wegstücks zwischen der Nellinger Mühle und der Kläranlage sowie der Umbau des Radwegs an der Bushaltestelle Zinsholz. Höchste Priorität hat nach Meinung der Mitglieder im AK Radfahren auch der Austausch alter Fahrradständer in Einkaufsstraßen und bei öffentlichen Gebäuden. Mit dem Austausch von so genannten "Felgenklemmern" ist schon in Nellingen an der Hindenburgstraße begonnen worden, die Erneuerung soll aber fortgesetzt werden.

Außer den Baumaßnahmen hat der Arbeitskreis auch ein Augenmerk auf verkehrsrechtliche Maßnahmen gelegt. So soll im Zuge von Haupterschließungsstraßen die Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen ebenso erfolgen wie die Aufhebung der Fußwegbeschilderung an der Kastanienallee.

Weitere Merkposten sind ein eventueller Rückbau von Absperrbügeln in der Verbindung Kemnater- und Horbstraße - dazu müssen Gespräche mit den Anwohnern geführt werden - sowie die Einrichtung einer Fahrradabstellanlage in der Tiefgarage unter dem Marktplatz Scharnhauser Park. Dafür sind Gespräche mit dem privaten Betreiber der Garage erforderlich.

Im Gemeinderat sind die Ergebnisse des Arbeitskreises wohlwollend aufgenommen worden. "Viel Arbeit und Zeit, aber auch Geduld von allen Beteiligten" sei notwendig gewesen, das Konzept mit der Prioritätenliste zu erstellen, sagte Joachim Dinkelacker von den Freien Wählern. Jetzt werden die finanziellen Möglichkeiten den Fortgang bestimmen. "Vordringlich muss aber der Ausbau des Höfelbachwegs in Angriff genommen werden", der sei schon zu oft den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen, so Dinkelacker.

Stefanie Sekler-Dengler (SPD) verwies darauf, dass die Förderung des Radverkehrs in den vergangenen Jahren einen eher bescheidenen Umfang gehabt habe. "Wir sind noch weit davon entfernt, eine fahrradfreundliche Kommune zu sein." Noch fehle ein Gesamtkonzept, wie der Radverkehr eine höhere Priorisierung erfahren könne. Auch Sonja Abele (Bündnis 90/Die Grünen) lobte die "konstruktive Arbeit". Axel Deutsch (CDU) sieht einen "immensen Aufwand", den die Verwaltung mit dem Arbeitskreis betrieben habe. Ergebnisse könnten aber nur erzielt werden, wenn Geld in die Hand genommen und die Priorisierung des Radverkehrs betrieben werde.


29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 07:03 Uhr

 






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