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Time to say goodbye


St. Georg verabschiedet Diakon Alfred Nicklaus - Wechsel nach elf Jahren
 

Jedes Ende ist gleichzeitig der Anfang von etwas Neuem. Das gilt auch für Diakon Alfred Nicklaus von der katholischen Kirchengemeinde St. Georg. Er sucht nach elf Jahren eine neue Herausforderung und wechselt in die Neckarvororte Untertürkheim, Obertürkheim, Hedelfingen, Rohracker und Wangen.
 

S-NORD

Drei Tage vor Bewerbungsschluss hat er erst seine Bewerbung für den neuen Posten abgegeben. "Sechs Wochen habe ich überlegt", berichtet Alfred Nicklaus.

Dann sei die Entscheidung gefallen. Der Diakon wird ab September in den Neckarvororte Untertürkheim, Obertürkheim, Hedelfingen und Wangen tätig sein.

Umziehen wird er deswegen nicht, lediglich sein Büro wird künftig in Hedelfingen sein. "In zehn Jahren gehe ich in Rente, da wollte ich einfach noch einmal etwas Neues anpacken." In St. Georg wird man ihn vermissen, zumal er einiges bewirkt hat. "Vor elf Jahren war St. Georg noch nicht im Netzwerk des Stuttgarter Nordens drin, jetzt schon." Einiges ist dank Diakon Nicklaus entstanden:

Der Förderverein Mittendrin mit Nachbarschaftshilfe, Tauschring Nordpol, Second Hand Boutique PragA, das Projekt Papiertiger und vieles mehr. Besonders am Herzen lag ihm die Second Hand Boutique PragA. "Da gab es anfangs kräftigen Widerstand. Es hieß: Wer arbeitslos ist, ist selber schuld. Dank des Projekts ist es gelungen, Berührungsängste abzubauen und ein Treffen von erwerbslosen und nicht erwerbslosen Frauen zu ermöglichen. Das Projekt ist mittlerweile eine Erfolgsgeschichte geworden," so Alfred Nicklaus.

Bevor er seinen Arbeitsplatz wechselt und im September St. Urban übernimmt, wird er im Sommer noch vier Wochen lang inkognito in seinem künftigen Einsatzgebiet - irgendwo zwischen Weinbergen und Industriebetrieben am Neckar - arbeiten gehen. Bei welchem Arbeitgeber, das verrät er natürlich nicht, denn: "Ich will vor Ort ganz nah an den Menschen dran sein, mitbekommen, was sie denken, welche Probleme sie haben. Wenn sie wüssten, wer ich bin, würden sie eine vorgefilterte Meinung haben und sich genau überlegen, was sie sagen. Und genau das will ich eben nicht."


aro

29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 11:14 Uhr

 






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