Max Reger kommt beim Orgelsommer ganz groß raus
"Sommer! 6 x Orgel" in der Stadtkirche
"Jede Orgelmusik, die nicht im Innersten mit Bach verwandt ist, ist unmöglich", postulierte Max Reger (1873-1916). Seine Werke beruhen auf sehr freien, an Prosa erinnernden Konstruktionen und werden noch heute von den Interpreten als technisch und musikalisch äußerst anspruchsvoll empfunden.
Nun führen sechs Organisten seine sechs großen freien Orgelwerke in der Reihe "Sommer! 6 x Orgel" auf und ergänzen sie jeweils durch ein Werk von Johann Sebastian Bach sowie ein zeitgenössisches. Es spielen Ludger Lohmann, Christoph Bossert, Martin Lücker, Karl-Ludwig Kreutz, Jörg-Hannes Hahn und Maria Nacy aus Barcelona.
Die Schulung an Bach war die eine feste Grundlage für Regers eigene Orgelwerke, die freien Ausdrucksmittel der romantischen Musik die andere. "Noch einen Schritt, und Sie sind bei uns", hat Ri-chard Strauss 1913 zu Reger gesagt, und Reger antwortete: "Ja, lieber Strauss, den Schritt tue ich eben nicht". Dennoch hat Max Reger für die Entwicklung der Musik eine wichtige Rolle gespielt: Reger sei laut Paul Hindemith "der letzte Riese in der Musik" gewesen.
Der Gastgeber dieser Reihe, Jörg-Hannes Hahn, wurde 1963 geboren. Er ist Kirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirchen in Bad Cannstatt und Kirchenkreiskantor der Stuttgarter Kirchen sowie Honorarprofessor für Orgelspiel an der Stuttgarter Musikhochschule. Hahn spielt am 29. August um 20 Uhr in der Stadtkirche Max Regers Symphonische Fantasie und Fuge op. 57, Bachs Präludium und Fuge e-Moll BWV 548 sowie das Choralvorspiel über "Allein Gott in der Höh sei Ehr " BWV 663 sowie zwei Werke von Erhard Karkoschka (1923-2009).
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.
Weitere Infos: http://www.musik-am-13.de
29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 07:03 Uhr