"Offenheit nach außen, Geborgenheit nach innen"
Mit Wirtschaftsmedaille in den verdienten Ruhestand: Dr. Maria Pfadt
Rebecca Stahlberg
ROHR Der Weggang von Maria Pfadt hinterlasse eine große Lücke und einen freien Raum, der gefüllt werden müsse, begann die Leitende Schulamtsdirektorin Ulrike Brittinger ihre Laudatio auf die ehemalige Schulleiterin der Pestalozzi-Schule Rohr. "Offenheit nach außen, Geborgenheit nach innen, das war fünfzehn Jahre lang das Motto von Maria Pfadt. Sie hat der Schule damit ein Profil gegeben, das stark von ihrer Persönlichkeit geprägt war." Und sie habe den Schülern diese Geborgenheit stets gegeben - und zwar nicht, indem sie die Schüler in Watte gepackt habe, sondern indem sie ihnen gezeigt habe: Ihr seid mir wichtig.
Fünfzehn Jahre lang habe sie sich mit großem Engagement für ihre Schüler eingesetzt und immer versucht, Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen. "Maria Pfadt war oft auf Veranstaltungen zu sehen. Sie hat sich aber nicht nur die Vorträge angehört, sondern hat immer für ihre Schüler geworben und ist so lange geblieben, bis sie mindestens zwei Ausbildungsplätze hatte", erinnerte Ulrike Brittinger.
Damit habe sie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft maßgeblich unterstützt und ein Lebenswerk geschaffen, auf dem die Schule aufbauen könne.
Auch Susanne Eisenmann, Stuttgarts Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, betonte das großen Engagement, das Maria Pfadt auszeichne.
"Sie war stets mit positiver Penetranz für die Pestalozzi-Schule unterwegs", berichtete die Bürgermeisterin. "Wenn etwas nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hatte, war sie immer bereit, am nächsten Tag wiederzukommen.
Dieses liebenswürdige Werben für die Belange ihrer Schüler schätzte man an ihr." Ihr sei es zu verdanken, dass die Pestalozzi-Schule für Ausbildungsbetriebe die erste Adresse sei.
Nach fünfzehn Jahren hinterlasse Maria Pfadt eine wohlgeordnete und auf ein klares Ziel ausgerichtete Schule an ihre Nachfolgerin Sabine Nafe.
"Sie haben sich an Ihrer Schule mit außerordentlichem Engagement und großem Idealismus für eine bessere Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung, für Kooperationsprojekte mit der Wirtschaft und für die Förderung des unternehmerischen Denkens und Handels eingesetzt", sagte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in seiner Rede zur Verleihung der Wirtschaftsmedaille.
Damit habe sie sich nicht nur um die Pädagogik, sondern auch um die Wirtschaft des Landes verdient gemacht.
29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 07:04 Uhr
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