Wie Engel und Bengel die Ferien verbringen
Freizeitaktivitäten (3): Stadtranderholung für Sechs- bis 14-Jährige
Diesen Sommer stellt das Wochenblatt verschiedene Freizeitaktivitäten vor, die in Gerlingen angeboten werden. Heute: Die Stadtranderholung. Diese Gerlinger Sommerfreizeit wird bereits zum 41. Mal veranstaltet.
Es sind Sommerferien, dennoch bietet sich dem Besucher, der sich zufällig auf das Gelände der Gerlinger Breitwiesenschule verirrt, ein ungewöhnliches Bild für diese Zeit:
Dort wimmelt es nur von glücklichen Kindern, die miteinander Fange spielen oder sich auf eine andere Art beschäftigen.
Da ist zum Beispiel eine größere Gruppe, die mit hochkonzentrierten Gesichtern Figuren aus Ton formt, während andere gleich nebenan lautstark um die Wette mit Bauklötzen experimentieren.
Doch so ganz ungewöhnlich ist dieser Zustand in den ersten beiden Wochen der Sommerferien nicht.
Das ist nur ein Zeichen dafür, dass dieses Jahr bereits die 41. Gerlinger Sommerfreizeit veranstaltet wird.
Die Stadtranderholung, wie das Ferienangebot auch genannt wird, findet vom 2. bis zum 13. August von 9 bis 16.30 Uhr statt und steht allen Kindern aus Gerlingen offen. "Die Anmeldefrist für die Sommerfreizeit ist im April", erzählt Michaela Höhn-Bea, die zusammen mit Detlef Bürkert und Matthias Nadji die Gruppen leitet.
Unterstützt werden sie dabei von 76 Betreuern.
Das Ferienangebot sei sehr begehrt, deshalb seien die Plätze schnell ausgebucht.
"In diesem Jahr konnten wir alle Anmeldungen berücksichtigen", sagt Höhn-Bea.
So konnten über 300 Kinder, die auf insgesamt 21 Gruppen verteilt wurden, glücklich gemacht werden.
Die Sommerfreizeit über haben die Sechs- bis Siebenjährigen ihr Revier im Tagheim, die Acht- bis Zwölfjährigen auf dem Gelände der Breitwiesenschule und im Jugendhaus amüsieren sich die 13- bis 14-Jährigen unter der Aufsicht von Franziska Kasper und Yvonne Hoyer.
Die ganze Zeit über werden entweder Ausflüge wie zum Beispiel in die Wilhelma oder auf den Killesberg gemacht, Spielplätze besucht oder es gibt verschiedene Bastel- und Sportangebote. Dabei hat nicht nur jede Gruppe ihr eigenes Programm, sondern sie gibt sich auch einen eigenen Namen: Da gibt es die "18 Hip-Hop-Hosenscheißer", die "Zehn Engel und fünf Bengel" und die "16 rockenden Hunde". Zu letzteren gehören die Siebenjährigen Philipp Milos und Hannes Höhn-Bea.
"Ich bin das erste Mal dabei und finde es hier gut", erzählt Philipp. Besonders gefalle ihm das Basteln.
Hannes nimmt schon das zweite Mal an der Stadtranderholung teil und sie gefalle ihm immer besser.
"Wir machen hier schöne Sachen, wie zum Beispiel Ausflüge", sagt er. Für beide Jungs steht fest: "Wir kommen wieder!"
12.08.2010 - aktualisiert: 12.08.2010 14:21 Uhr