Winterschlussverkauf

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Stuttgart steht ein heißer Herbst bevor

Foto: Eppler

Es geht Schlag auf Schlag. Und dies im doppelten Wortsinn: Die Gegner von Stuttgart 21 lassen in ihren Bemühungen kein Jota nach, doch noch einen Stopp oder zumindest ein Moratorium zu erreichen, während die Bahn mit Architekt Ingenhoven mit neuen Plänen kontern, die aber nicht wirklich neu sind. Und dies alles unter den dumpfen Getöse der Abrissbirne, die seit gestern nun vollends dem Nordflügel den Garaus macht. Ruhe wird also nicht einkehren.
 

Ungebrochenes Selbstbewusstsein demonstrierte Christoph Ingenhoven, flankiert von DB-Manager André Zeug und Projektsprecher Wolfgang Drexler vor einem halben hundert Journalisten. Er war nicht gekommen, um die Zweifel seiner Gegner zu nähren, im Gegenteil. Von der ersten Minute ging er in die Offensive, nannte seinen Kollegen Frei Otto nicht qualifiziert was mögliche Bauschäden durch quellendes Anhydrit beim Tunnelbau anbelangt, unterstellte den Grünen, dass sie ihre parlamentarische Arbeit zugunsten einer außerparlamentarischen Opposition aufgegeben hätten und den Bonatz-Erben Peter Dübbers verschonte er ebenfalls nicht.

Er wundere sich über die späte Klage Dübbers, denn 2002 und 2004 habe sich dieser in mehreren Schreiben mit dem Abriss der Seitenflügel einverstanden erklärt.
Da wurden die Entwurfsänderungen fast zur Marginalie, was sie eigentlich auch sind. Ingenhovens Botschaft war jedenfalls eindeutig: Es wird nicht gewackelt und Stuttgart steht somit ein heißer Herbst bevor.

Bernd Ruof

25.08.2010 - aktualisiert: 25.08.2010 20:19 Uhr

 






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