Stuttgarter Wochenblatt
MITTWOCH, 08.02.2012
       
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            Andrea Rothfuß

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            Wochenumfrage

            Winterschlussverkauf

            Offiziell gibt es den Winterschlussverkauf nicht mehr, dennoch sieht man jetzt überall die "Reduziert"-Schilder. Wie halten Sie es mit dem Schnäppchenkauf?

             
            Vor Ort

            Nicole Hentschke

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            Vor Ort

            Rebecca Anna Fritzsche

            Feuerbach 0

             
            Live on Stage

            Studenten sind Feuer und Flamme

            Das Wochenblatt stellt in diesem Jahr immer wieder Bands aus Stuttgart und Umgebung vor.  0

             

            Noch haben sie keinen Plattenvertrag 

             

            Musik, die in keine Schublade passt 

             

            Musik aus der guten alten Zeit 

             

            Chilenen und Deutsche, die gemeinsam Britpop machen 

             

            Die ultimative Partyband 

             

            Die musikalische Rettung der Menschheit 

             

            "Ich schreibe aus dem Leben" 

             

            "Unsere Musik ist laut, melodisch und tanzbar" 

             

            Ché setzt auf poetischen Rap 

             
            Pfui, ein Schandfleck!

            Kleiner Aufwand, große Wirkung

            Es gibt wirklich auch viele wenig schöne Ecken in Stuttgart und Umgebung, die nicht gepflegt oder städtebaulich verschandelt sind.  0

             

            "Das stört uns!" 

             

            "Die Polizei fühlt sich wohl nicht mehr zuständig" 

             

            "Sie sind ein Umweltverschmutzer!" 

             

            Problemkind Erisdorfer Straße 

             

            Wird Stuttgart immer dreckiger? 

             

            " Wie ein fauler Zahn" 

             
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            Aus dem Pool der Zivis werden sie nicht mehr schöpfen können


            Durch die Verkürzung der Zivildienstdauer müssen Heime umdenken
             

            Die sechs anstatt neun Monate Wehrpflichtdauer stellt soziale Einrichtungen vor organisatorische und strukturelle Probleme. Die Seniorenresidenz am Sillenbucher Markt konnte für kurzfristige Einsätze auf Zivildienstleistende zurück greifen. Wer deren Aufgaben in Zukunft übernehmen soll, ist ungewiss.

            SILLENBUCH

            Für die Bewohner im Sillenbucher Pflegeheim ist die verkürzte Dienstdauer nicht so schlimm, denn bereits seit fünf Jahren hat die Seniorenresidenz keine festen Zivis mehr im Haus. Anders dagegen sieht es in der Organisation des Heimes aus, dessen Träger der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) jährlich 80 Zivis in der Zentrale in Feuerbach geschult hat. "In diesem Jahr waren es aber nur 40", erklärt Heimleiterin Birgit Haas. Für kurzfristige Einsätze, wie Fahrdienste oder Begleitung von Senioren zum Arzt oder Einkaufen, konnte das Heim in der Zentrale anrufen und die jungen Helfer anfordern. "Wenn dieser Pool an Zivis wegfällt, können wir auf niemanden mehr zurückgreifen", sagt Pflegedienstleiterin Uschi Koch. "Der war immer unserer Sicherheit." Viele der Bewohner haben zwar Angehörige, aber andere eben nicht. Um diese haben sich dann die Zivis gekümmert.

            So setzt Haas schon länger vermehrt auf junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren, und natürlich auf ihre Auszubildenden. "Viele der FSJler gehen später auch in den Beruf", sagt sie. Bei den sechs Monaten bekomme man ja kaum einen Einblick. "In das halbe Jahr fällt die Schulung, Urlaubstage und eventuell Krankheit, da sind sie vielleicht mal vier Monate im Einsatz."Auch die Heimfürsprecher Ludwig Richter und Hannelore Lindenberger haben schon gute Erfahrung mit den FSJlern gemacht. "Eineinhalb Jahre hat mich eine junge Frau betreut und das Verhältnis war sehr gut", erzählt die Heimbewohnerin.

            110 Einheiten mit betreutem Wohnen und 40 Pflegeheim-Bewohner, davon 70 Prozent dement, sind in der Seniorenresidenz untergebracht. 23 Mitarbeiter, ein FSJler und zwei Schüler betreuen all diese täglich nicht nur in der Pflege, sondern auch in der Freizeitgestaltung, Ergotherapie und sonstigen Aktivitäten wie Ausflüge. "Gerade wegen der hohen Zahl der dement Erkrankten sind uns Beständigkeit und Bezugspersonen über einen längeren Zeitraum sehr wichtig."

            Der Gedanke, zukünftig auch Fahrdienste und spontane Einsätze mit den Senioren unternehmen zu müssen, löst bei der Pflegedienstleiterin nur ein Schulterzucken aus. "Wahrscheinlich werden wir auf das Personal ausweichen müssen,", sagt Koch. Doch zusätzliche Kapazitäten sind beim Personal, das in drei Schichten arbeitet, kaum frei. Alternativen zum Zivi müsse man sich laut Haas überlegen. "Mehr FSJler, mehr Ehrenamtliche oder mehr Personal bräuchten wir zukünftig, doch ob das alles genehmigt wird, wissen wir jetzt noch nicht." Schließlich stimmen bislang nach außen hin die Zahlen.


            Lidija Lenic

            26.08.2010 - aktualisiert: 26.08.2010 13:22 Uhr

             






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