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Hoch die Gläser!

Sonnenschein bei Eröffnung des Kelterfestes in Feuerbach
 

Feuerbach hat das Kelterfest gefeiert: Draußen eitel Sonnenschein, in der Kelter alles, was in Feuerbach Rang und Namen hat. "Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen", sagt selbst Helmut Wirth, der Vorsitzende des Wein-, Obst- und Gartenbauvereins Feuerbach bei seiner Eröffnungsrede.

Rebecca Anna Fritzsche

FEUERBACH

Wirth hat viele Namen aufzuzählen: ein ganzes Bataillon an Stadträten, Bezirksbeiräten, Vereinsvorständen und anderen Ehrengästen, die sich das Feuerbacher Kelterfest nicht entgehen lassen wollen. Und so sehen das auch die Feuerbacher: schon lange vor der Eröffnung um 18 Uhr bilden sich Schlangen vor den Ausgabestellen von Wein und Wurst, ist sowohl die Kelter selbst wie auch der Kelterplatz rappelvoll. "Das Lob des bescheidenen Schwaben", nennt Helmut Wirth das Motto des Kelterfestes: "net schlecht". Und fügt hinzu: "Das Kelterfest und das Feuerbacher Wein sind sicher net schlecht." Dem stimmen Bezirksvorsteherin Andrea Klöber und erster Bürgermeister Michael Föll zu. Föll, der in Hemd und blauem Pullover gekommen ist, sich aber ob der Temperaturen in der Kelter bald des letzteren entledigt, sagt: "Ich komm immer gern zum Kelterfest, und ich bleib auch immer lang." Gelöster wirkt er, fast so, als sei er auch privat da. Grüße aus dem Stuttgarter Rathaus bringe er mit, so Föll, denn: "Schwätza ond schlotza isch immer no besser als standa ond schaffa." Andrea Klöber spricht dann von der belebenden Wirkung des Weins, "für Geist, Körper und Seele": "Den Genuss lassen wir uns sicher nicht verderben, schon gar nicht von den Reingeschmeckten." Der Musikverein Stadtorchester Feuerbach spielt, und der Pressewart des WOGV, Rudi Baitinger, ist froh drum: "In der Urlaubszeit ist es immer schwer, Leute zu finden." Froh ist er allerdings auch um das schöne Wetter: "Wenn es geregnet hätte, hätten wir ja die Schirme draußen über Nacht hereinbringen müssen zum Trocknen - das wäre ein großer Aufwand gewesen." Im Gespräch mit Baitinger wird einem klar, welch eine Kraftleistung hinter der Organisation des Kelterfestes steht: Abgesehen von monatelangen Planungen, ist die Mannschaft des WOGV schon in der Woche vor dem Kelterfest damit beschäftigt, Stände, Tische und Bänke aufzubauen, damit am Freitag alles bereit steht. Auflagen gibt es natürlich auch zu erfüllen, alleine schon wegen der Anwohner rund um den Kelterplatz. Umso besser, dass man sich mit einem Viertele ja auch von diesem Stress erholen kann. Bezirksvorsteherin Andrea Klöber erwähnt in ihrer Eröffnungsrede: "Die Hoffnung auf eine Weinkönigin soll man nicht aufgeben." Eine solche würde ja eigentlich auch gut ins weinliebende Feuerbach passen.


26.08.2010 - aktualisiert: 26.08.2010 07:03 Uhr

 






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