Der Chevrolet Captiva ist mit seinen sieben Sitzen ideal für Großfamilien und spart dazu dank Autogas
Viel Auto für wenig Geld ist die Devise bei Chevrolets Captiva, der seit 2006 auf dem deutschen Markt ist, aber nun auch mit Autogas (Gemisch aus Kohlenwasserstoff-Gasen wie Butan und Propan) zu haben ist und damit zu einem Sparfuchs wird. Für Vielfahrer ein Argument und zudem ist Autogas umweltfreundlicher und billiger als Benzin.
Wer den Zündschlüssel dreht, wird zunächst keinen Unterschied feststellen, denn in der Startphase greift der Captiva auf Benzin als Energiequelle zurück. Kurz nach dem Start, wie es bei allen LPG-Fahrzeugen der Fall ist, schaltet der SUV auf Gasbetrieb um. Dies führt zu keinerlei Veränderung des Fahrverhaltens. Nur ein kurzes Ruckeln zeigt an, dass von nun an das Benzin in seinem Tank bleibt.
Zusätzlich zu diesem wurde ein 36 Liter Ringtank für das Gas in der Reserveradmulde installiert. Die Reichweite des Chevrolet Captiva erreicht damit einen Wert, der weit über der 1000-Kilometer-Marke liegt. Ist das Gas einmal aufgebraucht, schaltet der Motor sofort zurück in den Benzinbetrieb.
Das 136 PS starke Aggregat schöpft seine Kraft aus einem 2,4-Liter-Vierzylinder. Der Antrieb reicht zum entspannten Vorankommen vollkommen aus, dynamische Ambitionen sollte der Fahrer allerdings nicht mitbringen. Auch die Fünfgang-Schaltung mit langen Wegen und die recht indirekte Lenkung machen keine Lust aufs Kurvenräubern. Dafür bringt das weich gefederte Fahrwerk auf langen Strecken angenehmen Komfort.
Im Innenraum fällt einem das angenehme Ambiente auf: Ein klar designtes Cockpit gerät in den Blick, die Materialien fühlen sich gut an, lediglich die Sitze könnten mehr Seitenhalt leisten. Platz ist genug für fünf Personen. Beim 7-Sitzer sind allerdings die Plätze 6 und 7 nur noch für Kinder oder für Erwachsene auf Kurzstrecken zumutbar.
Bei voller Bestuhlung schrumpft auch der Kofferraum gewaltig. Werden die hinteren Sitze umgelegt - funktioniert schnell und ohne Fummelei -, ist jedoch Stauraum genug vorhanden.
Fazit: Der Captiva macht insgesamt eine gute Figur. Er ist ein ausgewogener Familien-Offroader, dem zwar die Sportlichkeit etwas abgeht, der aber mit seiner Variabilität und seinem Platzangebot punkten kann, und er ist mit einem gemäßigten Verbrauch und den um die Hälfte geringeren Kosten für Autogas pro Liter das richtige Auto für Menschen, die umweltfreundlich fahren und dabei sparen wollen.