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Albrecht Höschele über die Harmonie von Körper, Seele und Geist
Wenig und das richtige essen, viel Bewegung an frischer Luft, genügend Schlaf und positives Denken - das ist Albrecht Höscheles Lebensphilosophie und gleichzeitig auch sein Rezept zum Glücklichsein. Alles was der Gerlinger braucht, hat er erreicht.
GERLINGEN
Mit seinen 71 Jahren wirkt Albrecht Höschele immer noch jung und vital. Das liegt vor allem daran, dass der Gerlinger mit sich im Reinen ist und nach seinen eigenen Regeln lebt. Umweltbewusst, sparsam und naturgerecht sind die drei Stichwörter, die sein Leben bestimmen. Eine wichtige Rolle spielt darin sein Garten.
Aus diesem stammen nicht nur fast alle seine Nahrungsmittel, sondern er ist für Albrecht Höschele auch ein Ort der Erholung. Kein Wunder also, dass der frühere Ernährungs- und Gesundheitsberater dort sehr viel Zeit verbringt, sich an der Natur erfreut und über Themen, die ihn bewegen, philosophiert. "Der Lebenserfolg hängt von der Harmonie von Körper, Seele und Geist ab", erzählt Höschele. Dieses Gleichgewicht könne durch gesunde Ernährung und Bewegung hergestellt werden.
Deshalb lege er viel Wert auf diese Ausgewogenheit. So beginnt ein Frühstück bei Albrecht Höschele zum Beispiel mit einem Rooibos-Tee mit Garten-Apfelminze. Dazu gibt er ein bisschen Ingwer und süßt das Ganze anschließend mit eigenem Honig. Nachdem er auf diese Weise etwas Warmes im Magen hat, isst er etwas Obst der Jahreszeit. Zu guter Letzt folgt noch ein selbst kreiertes Müsli, bestehend aus Hirse, Nüssen und Rosinen, das er mit Him- und Brombeeren garniert. "Am besten sollte man in fröhlicher Runde Essen, sich dafür Zeit nehmen, dabei gut kauen und nicht so viel sprechen", fast Höschele zusammen, der so sparsam wie möglich mit den Nahrungsmitteln umgeht, da er "im Wenigen das Mehr" sieht.
Was bei Albrecht Höschele nie auf den Tisch kommt, sind Fleischgerichte. Der Gerlinger hält sich an die laktovegetarische Ernährung, die er bereits aus seiner Kindheit kennt. Diese vegetarische Ernährungsform ohne Fleisch, aber mit Milchprodukten hat sein Stiefvater 1947 in die Familie gebracht. "Ich habe mich immer gut ernährt gefühlt", erzählt Höschele. Das bedeute aber nicht, dass er nie Fleisch gegessen habe. Albrecht Höschele hatte auch seine wilden Jahre, die er in Australien verbracht hat. "Da habe ich jedes Fleisch gegrillt, egal von welchem Tier", erinnert er sich.
Wieder in Deutschland angekommen, kaufte er den Garten von seinen Eltern ab, fand zu der gesunden Ernährung zurück und gründete eine Familie. "Ich habe früh erkannt, dass man kein Tier zu töten braucht, um sich gesund zu ernähren", sagt Höschele. Tiere seien genauso sensibel wie Menschen. "Jeder, der Fleisch verzehrt, isst im Grunde Leichenteile", sagt er, der mit dieser Aussage bewusst schockieren will. Fastfood und Fertiggerichte lehnt er kategorisch ab. "Von Rohkost wird man niemals dick", betont er.
Mit seinem Garten hat Albrecht Höschele sich in die Lage versetzt, die Dinge, die er benötigt in der gewünschten Qualität selbst herzustellen. "Es macht mir Freude mit meinen Händen in die Erde zu greifen", sagt er, der gerne mit seinen Pflanzen spricht. "Jeder Tag im Garten ist ein Urlaubstag für mich", sagt Höschele.