
Winterschlussverkauf
Die 41000er-Marke soll noch geknackt werden
Die Bäderbetriebe sind mit dem Sommer 2010 ganz zufrieden
Lidija Lenic
SILLENBUCH
"36 Grad und es wird noch heißer" - diesen Sommerhit könnte man fast auf den ganzen Juli 2010 anwenden. Zumindest in der Monatshälfte wurden diese Temperaturen gemessen und das bescherte dem Sillenbucher Freibad auch seinen Besucherrekord in dieser Saison. Am Wochenende vom 10. und 11. Juli kamen insgesamt über 3 000 Badegäste.
"Das war ein guter Monat", sagt Kassiererin Eva Strasser. "Wenn hier viel los ist, macht das Arbeiten richtig Spaß." In ihrem ersten Sommer im Bädle zieht sie einen Vergleich zum Sonnenberger Hallenbad, in dem sie vorher war: "Die Atmosphäre ist schon schöner, familiärer und man baut schnell Kontakte zu den Menschen auf."
Schwimmmeisterin Julia Walter erklärt, dass es zudem auch keine größeren Vorfälle in Sillenbuch gab. Das bestätigt Karin Rudolf von den Bäderbetrieben Stuttgart zudem für alle Bäder in diesem Sommer. "Insgesamt sind wir mit der Saison 2010 nicht unzufrieden", fügt sie hinzu.
Die 44 000 Besucher vom Vorjahr wird das Bädle wohl in seinen letzten offenen Tagen nicht mehr erreichen. "Aber die 41 000 werden wir bis Sonntag schon noch knacken", sagt die Schwimmmeisterin. Immerhin liegt das kleine Freibad jetzt schon über der Zahl von 2008. In dem Jahr waren es insgesamt nur 37 000 Badegäste.
Schleppend war diesmal vor allen Dingen der Saisonbeginn im verregneten Mai. Nach den gut laufenden Monaten Juni und Juli gibt es seit etwa zwei Wochen wieder einen Durchhänger Ende August. Doch auch die 13 Grad Außentemperatur wie Anfang dieser Woche schreckt die hartgesottenen Schwimmer nicht ab. Susanne Bouché ist seit fast 30 Jahren Stammgast im Bädle und war auch in diesem Sommer so gut wie jeden Tag da, außer als sie im Urlaub war. "Wenn ich im Garten war, ist mir meistens heiß danach, so dass ich dann herkomme zum Abkühlen", sagt sie. "Wir haben außerdem nicht viel in Sillenbuch und deshalb ist uns unser Bädle so lieb. Es ist ein sozialer Treffpunkt, eine Nachrichtenbörse", lacht sie. Aber ein kleines Manko muss sie dann doch anbringen. "Die Dauerkarte kostet in diesem Jahr gleich zwölf Euro mehr und dafür macht das Freibad auch noch eine Woche früher zu", ärgert sich Bouché ein wenig. Früher sei bis Ende der Sommerferien offen gewesen.
02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 07:01 Uhr
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