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Den eigenen Sound gefunden


Band Triple Espresso hat sich den vielfältigen Facetten des Rock"n"Roll verschrieben
 

Ob große oder kleine Bands, in Gerlingen gibt es einige davon. In diesem Jahr stellt das Wochenblatt immer wieder eine vor Ort vor. Heute: "Triple Espresso".
 

GERLINGEN

Pokerface Rob, Doktor Aleks, Filipo Forte, Don Attilio, Chicago Phil, El Jensemann und Steffen The Kid sind Triple Espresso. Ihr Markenzeichen ist das 20er Jahre Gangster-Image, da dürfen Nadelstreifen, Schlips, Hut und Hosenträger bei keinem Auftritt des Septetts fehlen. Ihre Wurzeln hat die Rock"n"Roll-Combo in Gerlingen. Die drei Freunde Attila Zöldi, Steffen

Schramm und Marco Ciurak haben Triple Espresso vor neun Jahren gemeinsam gegründet. "Wir besaßen schon früh musikalische Berührungspunkte", erklärt Zöldi, der Sänger der Band. Er und Schramm hätten beispielsweise zusammen im Musikverein Gerlingen musiziert. Marco Ciurak lernten sie auf dem Robert-Bosch-Gymnasium kennen. "Irgendwann wollten wir unser eigenes musikalisches Ding durchziehen und eine Rock"n"Roll-Band auf die Beine stellen", so Zöldi.

Innerhalb eines halben Jahres kamen die anderen Mitglieder hinzu: Jens Altenhof (Saxophon), Robin Stalbovs (Kontrabass), Philipp Glöggler (Posaune), Philipp Staege (Trompete) und Michael Aures (aktueller Schlagzeuger). Nach ihrem ersten Auftritt im Jahr 2002 folgten weitere. Erst vor kurzem gaben die sieben Musiker 125 Auftritte im Friedrichsbau Varieté Stuttgart. Aber auch in den neuen Bundesländern, in Ungarn oder der Schweiz sind sie gern gesehene Gäste. "Wir haben den Anspruch möglichst viel überregional zu spielen", sagt der 33-jährige Frontmann. Dabei hätten sie im Osten sehr gute Erfahrungen gemacht. "Die Konzertbesucher feiern unsere Shows dort ab, als gäbe es kein morgen", verrät Schramm, der Gitarrist bei Triple Espresso. Vor einigen Jahren gab sich die Combo auch im Gerlinger Jugendhaus die Ehre, aber da die Konzertszene in der Stadt nicht so groß sei, hätten sie es dabei belassen. Dafür proben sie regelmäßig in einem Raum der Pestalozzi-Schule. "Unser Ziel ist es so professionell wie möglich zu sein und unserer Musik einen eigenen Stempel aufzudrücken", sagt der Sänger. "Wir wollen nicht wie alle anderen Rock"n"Roll-Bands nur nachspielen, sondern unseren eigenen Sound finden", fügt der 36-jährige Schramm hinzu.

Und dieser setzt sich aus den unterschiedlichen Einflüssen von Rockabilly, Swing, Soul, Latin und Punk Rock zusammen. "Das alles vermengt sich zu einem Triple Espresso", sagt Zöldi mit einem Zwinkern.

Das Repertoire der Band umfasst 30 bis 50 Stücke, die auf das jeweilige Publikum abgestimmt werden. "Das Schönste am Rock’n’Roll ist, dass es sowohl die Jugend, als auch die älteren Generationen anspricht", erklärt Zöldi. Dabei versuche das Septett den Spagat zwischen alter und neuer Schule zu schlagen, und den Musikzweig zeitgemäß zu interpretieren. Eigene Kompositionen dürfen da nicht fehlen.

Durch das gemeinsame Musizieren sind manchmal auch Reibungen zwischen den Musikern möglich. "Eine Band ist wie eine Ehe, sie durchlebt Höhen und Tiefen", erklärt Schramm. "Musizieren heißt nicht, dass man immer einer Meinung sein muss", ergänzt Zöldi. Was zähle, sei ein respektvolles Miteinander und ein vorzeigbares Resultat. Jeder trage seinen Teil zum Ganzen bei, so entstehe ihr unverkennbarer Musikstil, welcher einen hohen Unterhaltungswert bietet und mit dem sich das Septett zugleich identifizieren kann.


azu

02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 11:46 Uhr

 






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