
Winterschlussverkauf
Mit einem blauen Auge davongekommen
Wasserball-Junioren zahlen bei EM Lehrgeld
In den Platzierungsspielen unterlag das Team Deutschland mit Trainer Patrick Weissinger am Samstag gegen die gut aufspielenden Slowaken mit 8:13 (3:3, 2:3, 2:4, 1:3) und verpassten so das Finalspiel um Platz neun.
Am gestrigen Schlusstag der Junioren-Europameisterschaft im Untertürkheimer Inselbad zeigte das Team von Nationalcoach Weissinger im Spiel gegen Russland, was ihn ihm steckt.
Mit 15:9 (2:1, 4:3, 4:4, 5:1) bezwang die deutsche Auswahl Russland und belegte somit in der Schlusstabelle den 11. Rang. "Es war wichtig, dass wir den vielen Zuschauern noch einen erfolgreichen Abschluss präsentieren konnten", so Weissinger, der mit dem Abschneiden seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden ist.
"Uns wurde von den anderen teilnehmenden Nationen vorgeführt, wie Wasserball gespielt wird, und dass wir mit dem 11. Platz eigentlich gut bedient sind", sagte Weissinger.
Erfreulich war, so der Bundestrainer, die Jungs haben im letzten Spiel ihr Herz in die Hand genommen und ein gesundes Selbstvertrauen im Wasser gezeigt. Für die Zukunft sieht Weissinger noch Potenzial in der U-17-Mannschaft: "Technisch haben wir Deutschen einiges drauf, das kann noch ausgebaut werden."
Von Vorteil sei gewesen, dass die U-17-EM hier in Stuttgart ausgerichtet wurde, so konnten sich viele der anwesenden Vereins- und Verbandsvertreter selbst ein Bild von der Leistungsstärke anderer Nationen machen.
"Vielleicht war das die Anregung für unsere Funktionäre, darüber nachzudenken, dass wir ein bundesweit einheitliches Trainingskonzept benötigen", erklärte Weissinger.
"Das Turnier um die Europameisterschaft war ein voller Erfolg", erklärte Turnierdirektor Thomas Maier. "Wir konnten alle verfügbaren Kräfte mobilisieren, viele Vereine aus der Region haben uns bei der Durchführung des 16-Nationen-Turniers tatkräftig unterstützt", sagte Maier.
10 759 Zuschauer erlebten im Untertürkheimer Inselbad ein Wasserballfest mit tollen Spielen und spannenden Begegnungen, so Maier.
"Wir konnten unter Beweis stellen, dass auch mit bescheidenen Mitteln ein Sportevent der Meisterklasse durchgeführt werden kann", meinte Maier, der ansonsten als Wasserballwart des Schwimmverbandes Württemberg agiert.
Im entscheidenden Spiel um Platz eins sicherte sich Italien mit einem 13:12 nach Verlängerung und Fünfmeterschießen gegen Griechenland den Europameistertitel. Im Spiel um Platz drei entschied ein 8:6-Sieg der Kroaten gegen Serbien die Vergabe der Bronzemedaille.
02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 07:02 Uhr
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