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"Wir müssen nicht unbedingt berühmt werden"


Feuerbacher Band Siberian Fastfood über ihr erstes Album und die weiteren Pläne
 

Immer wieder stellt das Wochenblatt lokale Bands vor: Heute: Siberian Fastfood aus Feuerbach. Erste Frage: Wie sind sie bloß auf diesen Bandnamen gekommen? "Die Frage beantworten wir ständig", lacht Christoph Platz, Sänger und Songwriter der Band. "Der Name scheint hängen zu bleiben."
 

FEUERBACH

"Ich war schon öfters in Sibirien und Russland", erzählt Platz. "Freunde haben mir dann ein T-Shirt geschenkt, auf dem ein Tourist vor einem Bär wegrennt. Darunter steht: Siberian Fastfood." Als sie dann nach einem Namen suchten, habe sich das angeboten.

Die Band besteht aus Christoph Platz, Olaf Kuhnke an der Gitarre, Onur Birsöz am Bass und Jan Windmüller am Schlagzeug, der ganz neu hinzugekommen ist, die anderen drei sind seit etwa einem Jahr dabei. Platz und Kuhnke sind Arbeitskollegen: "Olaf hat mitbekommen, dass ich Gitarre spiele", erinnert sich Christoph Platz. "Er meinte dann: Ich spiele auch, und dann haben wir uns zusammengesetzt." Die beiden haben auf der Königsstraße unplugged Straßenmusik gemacht. "Von dem Geld sind wir nach Paris gefahren und haben dort auf der Straße gespielt", erzählt Olaf Kuhnke. Danach habe sich dann die Band formiert, und sogar ein Album haben sie schon zusammen eingespielt: "Anything that sells" heißt es, und Christoph Platz hat alle Songs darauf geschrieben. "Dann waren wir drei Wochen Tag und Nacht im Studio", erzählen die beiden. Gemastert hat das Album Thomas Hahn, der schon mit Nena, Pur und Kim Wilde gearbeitet hat.

"Das war eine tolle Erfahrung", sagt Olaf. Die Rockmusik von Siberian Fastfood klingt dank Hahn so, "als sei sie 1968 aufgenommen worden", so beschreibt es Olaf, und genau so wollten sie es haben. Mit REM werden sie oft verglichen, auch wegen Christophs Stimme, die der von REM-Sänger Michael Stipe ähnlich ist.

"Ich finde, der Vergleich hinkt", lacht Christoph. "Davon abgesehen, dass REM unglaublich bekannt sind - die nehmen sich viel ernster als wir." "Es war wichtig und richtig, das Album zu machen", da sind sich die beiden einig, trotz der fünfstelligen Summe an Erspartem, die sie hineingesteckt haben.

250 CDs haben sie bereits verkauft, und später im Jahr wollen sie eine Reihe von Konzerten spielen, daran wird bereits getüftelt. "Wir müssen nicht unbedingt berühmt werden", sagt Christoph. "Wir genießen, was passiert, wir machen unsere Musik und haben Spaß dabei - ohne den Druck, eine bestimmte Leistung bringen zu müssen."


fri

02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 11:39 Uhr

 






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