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Kleine Meilensteine

Sommerinterview mit Feuerbachs Bezirksvorsteherin Andrea Klöber
 

Im Interview mit dem Wochenblatt spricht Andrea Klöber über die letzten Monate in Feuerbach, und was im zweiten Halbjahr 2010 ansteht.

FEUERBACH

WB: Was sticht aus dem Veranstaltungskalender der letzten Monate für Sie heraus?

Klöber: Unter anderem ist es das Zukunftsforum, das wir im Mai gestartet haben, und bei dem die Arbeit momentan in den Themengruppen weitergeht. Das war ein kleiner Meilenstein für uns und wird uns auch in den kommenden Monaten beschäftigen. Auch hinsichtlich der Vorbereitungen für die Haushaltsberatungen im Gemeinderat im nächsten Jahr. Es beeindruckt mich sehr, wie viele Bürger hier ehrenamtlich mitarbeiten und viel Zeit und Arbeit investieren.

WB: Wie ist Ihr Eindruck von der kürzlich abgehaltenen Bürgerversammlung?

Klöber: Sehr positiv. Die Bürgerversammlung war gut besucht, es wurde sehr lebhaft diskutiert, die Fragesteller haben sich gut vorbereitet.

WB: Können Sie es nachvollziehen, dass viele Bürger frustriert sind, dass manche Bauvorhaben so lange dauern?

Klöber: Ich sitze da natürlich zwischen allen Stühlen - einerseits kann ich es verstehen, dass es frustrierend ist, wenn sich lange nichts tut. Andererseits kenne ich die Zwänge, denen die Verwaltung unterliegt, Gesetze und Vorschriften etwa. Außerdem muss man natürlich auch sehen, dass Stadtverwaltung und Gemeinderat nicht nur für Feuerbach zuständig sind, sondern für alle 23 Stadtbezirke Stuttgarts. Wenn die Vorgänge komplex sind, dauern die Planungen einfach lang. Und vieles ist auch eine Frage der Finanzierbarkeit. Die meisten Leute wissen ja zum Beispiel nicht, dass ein neues Verkehrsschild nicht nur 30 Euro kostet. Zu den Herstellungskosten kommt noch hinzu, dass das Ganze geplant, koordiniert und aufgestellt werden muss. So kostet ein einziges Schild rund 500 Euro, das ist ja nicht gerade wenig.

WB: Was steht in den nächsten Monaten in Feuerbach an?

Klöber: Mit dem Zukunftsforum wollen wir im Winter zu einem Ergebnis kommen, außerdem laufen schon die Vorarbeiten für das Feuerbacher Kinderforum im November. Für den Volkstrauertag am 14. November haben wir uns zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Vereinen und Institutionen diesen wichtigen Gedenktag so zu gestalten, dass er auch für eine größere Öffentlichkeit interessant wird, nicht nur für die ältere Generation, sondern auch für jüngere Menschen.

WB: Abgesehen von den traditionellen Feuerbacher Festen wie Kirbe oder Kelterfest, gibt es auch eine Reihe von noch recht jungen Veranstaltungen. Glauben Sie, dass diese sich etablieren können?

Klöber: Ja, sicher. Die Kulturnacht war wieder ein großer Erfolg, die Vorbereitungen zur nächsten laufen schon. Wir möchten diese Veranstaltung weiterführen, die Arbeit lohnt sich. Die Konzertreihe im Bezirksrathaus "Feuerbacher Feierabendkonzerte" der Musikschule feiert demnächst ihr Einjähriges und ein Ende ist nicht in Sicht. Auch das "Weinerlebnis Lemberg", das in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden hat, hat schon eine treue Anhängerschaft. Der Weinbau in Feuerbach liegt mir am Herzen, schließlich ist er - wie Wohnraum und Arbeitsplätze - ein klarer Standortvorteil.


02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 07:04 Uhr

 






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