Jugendkriminalität ging zurück
Kriminalitätsstatistik 2009 für Stammheim fällt positiv aus - Weniger Straftaten
Empirische Untersuchungen belegen, dass bei der Polizei grundsätzlich weniger Straftaten angezeigt werden als tatsächlich begangen wurden. In Stammheim wurden im vergangenen Jahr 528 Straftaten erfasst. Das entspricht einem Rückgang um 13,7 Prozent im Vergleich zu 2008. Mehr als die Hälfte der Straftaten, nämlich 60 Prozent, konnten aufgeklärt werden.
Eine Frau, die schweren Diebstahl begeht, andere körperlich verletzt oder ausraubt - das kann man sich nur schwer vorstellen. Denn man stellt sich meist einen Mann als Täter vor. Dass dies oft auch zutrifft, beweisen die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik 2009 für den Stadtbezirk Stammheim. Von 275 Tatverdächtigen waren 216 männlich und nur 59 weiblich.
Dieter Steinmann, Revierleiter des Polizeireviers 7 Ludwigsburger Straße weist auf einen deutlicher Rückgang der Straftaten gegenüber dem Vorjahr um 13,7 Prozent hin.
Auch sei in Sachen Jugendkriminalität ein deutlicher Rückgang der tatverdächtigen ,Jungtäter" unter 21 Jahren festzustellen. Ihr Anteil an allen ermittelten Tatverdächtigen beträgt noch 24,7 Prozent, in 2008 waren es noch 31, 1 Prozent. Von den Jungtätern waren 14 Kinder, 25 Jugendliche und 29 Heranwachsende.
"Die kooperativen Maßnahmen von Polizei, Jugendhilfeeinrichtungen - insbesondere Kinder- und Jugendhaus Stammheim mit der aufsuchenden Straßensozialarbeit an Treffpunkten der Jugendszene - und Bezirksamt Stammheim zur Eindämmung der Jugenddelinquenz zeigen objektiv Wirkung. Diese gilt es fortzuführen", so Dieter Steinmann.
Von den im vergangenen Jahr 528 erfassten Straftaten waren 102 einfache Diebstähle, davon 41 Ladendiebstähle zu verbuchen. Damit steigen diese um 5,2 beziehungsweise 13,9 Prozent an. Ein Rückgang um 21,7 Prozent gab es dagegen bei den schweren Diebstählen. Erfreulich ist auch, dass deutlich weniger Anzeigen wegen Graffiti entstanden als noch in 2008. Damals wurden 78 Fälle erfasst, 2009 waren es nur noch 16 Fälle. Und damit fast 80 Prozent weniger als 2008.
02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 11:50 Uhr