Mit Stockbrot zum besseren Musizieren
Musikvereinsnachwuchs fährt ins alljährliche Zeltlager
HOFEN/PFAHLHEIM Denn bereits seit mehr als 20 Jahren entscheidet sich der Großteil des Musikvereinsnachwuchses regelmäßig in der ersten Woche der Sommerferien gegen den Strandurlaub mit den Eltern - und für das Zeltlager der Jugendkapelle. Was immer wieder eine Zusage an Mückenplagen, Dauerregen und nächtliche Überfälle bedeutet.
Die Jugendleiter Tobias Hölle und Christian Markus ließen sich dieses Jahr etwas Besonderes einfallen. Am ersten Tag präsentierten sie auf einer Tafel am Eingang des Camps "Tagesaufgaben", welche neben den literarischen Fähigkeiten vor allem handwerkliche Talente der Jugendlichen verlangten. So erhielt jeder Musiker ausreichend Holz, Schrauben und Tücher, um sich eine Sitzgelegenheit fürs abendliche Lagerfeuer gestalten zu können. Eine Aufgabe, der sich die Kinder gerne stellten und in den meisten Fällen auch mit Bravour bewältigten.
Bei der zehn Kilometer langen Wanderung mit Karte und Kompass siegte die Mädchenmannschaft. Sie schaffte es schneller beziehungsweise besser als die Jungs, in kurzer Zeit an bestimmten Orten Nachrichten zu hinterlegen, beim Abschluss in der Zeltstadt ein Lagerlied zu präsentiert und einen farbenfrohen Blumenstrauß zu überreichen.
Natürlich wurde auch in diesem Jahr wieder kräftig geprobt und gleich noch in Pfahlheim ein Platzkonzert gegeben. Für die Kinder war dies Gelegenheit, musikalisch für die Unterstützung mit Holz, Wasser und Ratschlägen Danke zu sagen.
Die Kinder erlebten eine spannende Woche, in der sie Gelegenheit hatten, Stockbrot zu backen, Lieder am Lagerfeuer zu singen, aber vor allem auch ihre Teamfähigkeit auszubauen - eine Nebenerscheinung, die dem musikalischen Zusammenspiel in der Gruppe mit Sicherheit förderlich ist.
02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 07:07 Uhr